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Liebelei - Arthur Schnitzler:

 

Biographie:

Artuhr Schnitzler wurde am 15.5.1862 in Wien geboren. Sein Vater,Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach
Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik.

Arthur Schnitzler besuchte ab 1871 das Akademische Gymnasium und studierte dann Medizin. Er interessierte sich schon früh für Psychologie und arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und.

Bis 1888 war Arthur Schnitzler Assistent und Sekundararzt im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und später Assistent seines Vaters an der Poliklinik. Danach eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken musste, aber nie ganz aufgab.

Schnitzler schreibt zahlreiche Dramen, die teils sozialkritische, teils psychologische Themen behandeln.

Er hatte ein pessimistisches und negatives Menschenbild ("Der Mensch ist das mitleidloseste Lebwesen der ganzen Natur."). Anders als andere Intellektuelle wurde Schnitzler von den offiziellen Stellen wenig akzeptiert und sein Popularität sinkt weiter, als er sich gegen den Beginn des Ersten Weltkrieges ausspricht.

1903 heiratet er seine Frau Olga Gussmann, von der er sich aber 1921 wieder trennte. Daraufhin erzog er ihre beiden Kinder Heinrich und Lili, deren Selbstmord 1928 in tief erschütterte, alleine.

Am  21. Oktober 1931 stirbt Arthur Schnitzler an einer Gehirnblutung in Wien.

 

Werke:

Dramen: Das Märchen(1894), Freiwild(1898), Das Vermächtnis(1899), Der grüne Kakadu, Paracelsus, Die Gefährtin (1899), Der Schleier der Beatrice(1901), Lebendige Stunden(1902), Der Ruf des Lebens, Zwischenspiel, Marionetten(1906), Der junge Medardus(1910), Komödie der Worte(1915), Fink und Fliederbusch(1917), Komödie der Verführung(1924), Der Gang zum Weiher(1926), Im Spiel der Sommerlüfte(1930), Das Wort(1966), Zug der Schatten(1970)

Novellen: Sterben(1895),  Der Sohn(1899), Lieutnant Gustl(1901), Die Traumnovelle(1926)

Erzählungen: Die Frau des Weisen(1898), Frau Berta Garlan(1901), Die griechische Tänzerin(1905), Dämmereelen(1907), Masken und Wunder(1912), Frau Beate und ihr Sohn(1913), Doktor Gräsler, Badearzt, Ich (1917), Fräulein Else, Casanovas Heimfahrt (1918), Die dreifache Warnung (1924), Die Frau des Richters(1925), Spiel im Morgengrauen(1927), Flucht in die Finsternis(1931)

Romane: Der Weg ins Freie(1908), Therese. Chronik eines Frauenlebens(1928)

Andere: Anatol (1892)- Sammlung von Einaktern, Liebelei (1895)- Schauspiel, Jugend in Wien (1968)- unvollendete Autobiographie u.v.m.

 

Personen:

Fritz Lobheimer (junger Mann)

Theodor Kaiser (junger Mann)

Christine Weiringer Hans Weiringer (ihr Vater)

Mizi Schlager (Modistin)

Katharina Binder (Frau eines Strumpfwirkers)

Lina (ihre 9 jährige Tochter)

Ein Herr

 

Inhalt:

Theodor, der seinen Freund Fritz von einer alten Liebe ablenken will, organisiert ein Abendessen mit zwei Damen, Mizi, seiner Freundin und Christine, unsterblich in Fritz verliebt ist. Bei und nach dem Abendessen unterhalten sich die vier ausgezeichnet, als plötzlich der Ehemann von der ehemaligen Geliebten von Fritz vor der Tür steht und ihm seine Liebesbriefe an dessen Frau auf den Tisch wirft. Die anderen drei befinden sich einstweilen in einem Nebenzimmer- außer Theodor weiß keiner der drei was draußen vor sich geht und sie werden auch nicht informiert. Der Herr fordert von Fritz die Liebesbriefe von seiner Gattin zurück. Als Fritz diese nicht hergibt, merkt der Herr an das er jederzeit  eine Herausforderung zu einem Duell annehmen würde und verlässt wütend die Wohnung. Theodor beschwichtigt nach dem Abgang des Herren Fritz, dass solche Sachen meistens gut ausgehen. Nachdem sich Fritz und Christine sich für den nächsten Tag verabredet haben, begeleitet Theodor die beiden Damen nach Hause. 

Der 2. Akt spielt in der kleinbürgerlichen Dachwohnung, die Christine mit ihrem Vater bewohnt. Frau Binder, eine Nachbarin, die ihre Umwelt mit "guten" Ratschlägen tyrannisiert, möchte Christine von einem Treffen mit ihrem Cousin überzeugen. Als diese ablehnt und die Wohnung verlässt um Fritz zu treffen, versucht Frau Binder es bei Christines, der aber weist sie auch zurück, da er Christine ihr Leben noch genießen soll. Herr Weiringer erzählt ihr, dass er nicht den gleichen Fehler wie bei seiner verstorbenen Schwester machen will, die er viel zu sehr abgeschattet hat.

Als Frau Binder die Wohnung verlassen hat, kommt Mizi zu Besuch und Christine kommt kurz darauf auch wieder nach Hause. Sie erzählt Mizi, dass Fritz nicht erschienen ist. Mizi versucht sie zu trösten, in dem sie ihr erklärt, dass es kein Mann Wert sei sich wegen ihm die Augen auszuweinen.

Als Fritz, nachdem Mizi gegangen ist, doch kommt und Christine gesteht, dass er sie liebt kommt Theodor dazu und gibt vor, dass er und Fritz einige Tage auf das Gut von Fritz Eltern. 

Ein paar Tage später berichtet Christine Mizi, dass sie ihren Vater ihre Liebe zu Fritz gebeichtet hat, und bittet sie bei Theodors Haus vorbei zu schauen, ob die beiden schon zurück sind. Herr Weiringer, der erfahren hat, dass Fritz bei einem Duell ums Leben gekommen ist, versucht Christine auf die schönen Dinge des Lebens aufmerksam zu machen, um ihre Fixiertheit an Fritz etwas zu schwächen. Christine ahnt aber etwas von dem Unglück und trifft auf Theodor beim Öffnen der Tür. Voller Entsetzen erfährt sie, dass sie für Fritz nichts gewesen als ein Zeitvertreib war und dass Fritz bei einem Duell um eine andere Frau ums Leben gekommen ist. Daraufhin stürzt sich Christine verzweifelt aus dem Fenster.  

 

Charaktere:

Fritz Lobheimer: Gerade als Fritz glaubt, seine vergangene Leidenschaft und die Affäre mit einer verheirateten Frau überwunden zu haben, erfährt dessen Ehegatte von der ganzen Sache und tötet ihn schließlich in einen Duell. Fritz fühlt sich in der Nähe von Christine sehr wohl, doch am Ende kann er ihre Liebe nicht erwidern, denn es ist für ihn nur eine „Liebelei“.

Christine Weiringer: Christine ist ein naives und erfahrendes Mädchen und unsterblich in Fritz verliebt. Sie befürchtet zwar, dass er sie vielleicht einmal verlassen wird, doch dass er wegen einer anderen Frau in einem Duell umkommt verkraftet sie nicht. Als sie begreift, dass sie für Fritz nur eine „Liebelei“ war, stürzt sie sich aus Schmerz in den Tod.

Mizi  Schlager und Theodor Kaiser: Mizi hat in ihrem Leben fast nur schlecht Erfahrungen mit Männer gemacht. Daher ist sie ihnen gegenüber auch nicht sehr positiv eingestellt und geht eine Beziehung eher aus Vergnügen ein, ohne wirklich einen festen Partner zu suchen. Das selbe Prinzip verfolgt Theodor, der selten treu ist und bis jetzt nicht die wahre Liebe gefunden hat. Bei beiden ist das eine Art Schutzmechanismus um nicht verletzt zu werden.

Hans Weiringer: Er ist der Vater von Christine und hat früher versucht hat, seine Schwester von allem Unglück und Schmerz zu bewahren. Diese ist dann jedoch unglücklich und ohne richtig gelebt zu haben gestorben.

 Deshalb lässt er Christine ihre Jugend vollkommend genießen. Er macht ihr wenig Vorschriften und drängt sie auch nicht zu einer Heirat. Nach ihrem Tod quälen ihn aber große Vorwürfe.

 

Formales:

Das Schauspiel „Liebelei“ entstand 1894. Es besteht aus drei Akten, wobei der Erste der längste und der Dritte der kürzeste ist. Die Uraufführung war am 9. Oktober 1895 im Burgtheater in Wien.

Das Werk Liebelei ist im Alltags-Deutsch geschrieben, jedoch in einer wenig veralteten Sprache. Ort der Handlung ist Wien. Zeit der Erzählung, laut Buch, Gegenwart, doch aufgrund der Sprache, kann man schließen, dass es schon länger her ist.

In diesem Buch sieht man, dass sich Arthur Schnitzler hauptsächlich mit erotischen Problemen und mit der Darstellung schwierigen und absonderlichen seelischen Zuständen ( z.B. aus der Liebe in den Tod) befasst. Es wird die (oft unmögliche) Beziehung zwischen den Klassen und die Beziehung zwischen Mann und Frau beschrieben. Außerdem geht es um die Ehre, die auf jeden Fall verteidigt werden muss.

 

Quellen:

http://www.krref.krefeld.schulen.net/referate/deutsch/r0244t00.htm

http://gutenberg.spiegel.de/autoren/schnitzl.htm

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchnitzlerArthur/

Arthur Schnitzler, Liebelei, Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart


copyright by Claudia F.

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