Die Sahelzone:
Welche
Staaten haben Anteil an der Sahelzone?
Somali, Äthiopien, Tschibutti, Sudan, Tschad, Niger, Mali,
Burkina Faso, Mauretanien, Senegal; Südl. Algerien;
Warum
klimatisch gesehen stellen wir die Sahelzone an den
Beginn unserer Betrachtungen zu den Subtropen?
Die Sahelzone ist eine Übergangszone von der tropischen zur
subtropischen Zone.
Beschreiben Sie die Besonderheiten des Klimas in dieser Region!
Allgemein: Zum Äquator
hin doppelte Regenzeit; zum Norden hin immer trockener;
Lange Trockenperioden kurze, heftige Regenzeit;
Nur während vier bis sechs Monaten fällt überhaupt
Niederschlag, aber lediglich in zwei bis zweieinhalb Monaten ist
es so viel, dass die Menge für die Landwirtschaft genutzt werden
kann. Die kurze Regenzeit ist in normalen Jahren allerdings
ziemlich heftig:
In zweieinhalb Monaten erhält der Sahel soviel Niederschlag wie
das Weinviertel während eines ganzen Jahres.
Hohe Niederschlagsvariabilität: z.B. im Tschad beträgt die
durchschnittliche Variabilität 40 % (nach oben und unten);
Niederschlagsmittel von 200 mm +/- 40 % = 280 und 120 mm.
Welche Landnutzungssysteme entwickelten die Einwohner dieser Region, um den extremen natürlichen Bedingungen gerecht zu werden?
Erläutern Sie die Auswirkungen der Kolonialzeit und unangepasster Wirtschaftsweisen des Menschen.
Sehen Sie die Nomaden als Umweltzerstörer oder als Opfer äußerer Umstände!
- Nahrungsmittelgeschenke drücken auf die Preise der Grundnahrungsmittel, was den Bauern den Anreiz zum vermehrten Anbau nimmt.
- Weizen und Milchpulver als ständige Nahrungsmittelhilfe verändern die Essgewohnheiten der Empfänger. Einheimische Grundnahrungsmittel wie Hirse, Sorghum und Mais werden weniger gefragt. Die lokalen Produzenten werden benachteiligt. Sie wechseln auf den Anbau von Exportprodukten und bieten auch dann weniger Nahrungsmittel an, wenn die Nahrungsmittelhilfe aufhört.
- Die Regierungen der Empfängerländer verkaufen die gratis erhaltenen Nahrungsmittel aus dem Ausland auf dem Inlandsmarkt, um mit den Erlösen das Budgetdefizit zu decken. Die Nahrungsmittelhilfe erhält dadurch eine Eigendynamik zur dauernden Abhängigkeit.
Meiner Meinung
nach sind die Nomaden eher Opfer. Aufgrund des
Bevölkerungszuwachses wurden immer mehr Bodenflächen
ausgebeutet und es ist daher eine Teilschuld sicher
gegeben.
Betrachtet man jedoch die Hilfestellungen verschiedener
Länder wie etwa die Brunnenbauprojekte so
haben auch diese großen Anteil an der Desertifikation.
Problematisch erscheint auch die Nahrungsmittelhilfe.
Somit war eine wirkliche Hilfe nicht gegeben. Beachtlich
erscheint jedoch die Unterlassung der Hilfestellung
seitens der Regierung.
Gerade die Regierungen, welche die Gegebenheiten
genauestens kennen, hätten mit Hilfe der verschiedensten
Staaten grundlegende Reformen ausarbeiten können.
Äthiopien wird nur in einem sehr schmalen Band zur Sahelzone gerechnet, der Rest des Landes sind relativ fruchtbare Hochflächen. Trotzdem gab es gerade hier spektakuläre Hungersnöte wie erklären Sie sich das?
Unter den Bürgerkriegen hatte gerade die ärmere Bevölkerungsschicht sehr zu leiden.
Interpretieren Sie die Aussage "Hunger ist zu einem großen Teil ein politisches Problem" und zeigen Sie mögliche Wege aus der Krise auf.
Lösungsvorschläge:
Es gibt Konzepte der
agroforstlichen Landnutzung und des standortgerechten
Landbaus. Agroforstwirtschaft ist ein integriertes System
von Ackerbau, Viehzucht und Holzproduktion.
Die nach dieser Strategie (siehe schematische Darstellung
Buch Seite 72) um die Felder oder zwischen ihnen
anzupflanzenden Bäume und Büsche haben einerseits die
Aufgabe, die Winderosion zu stoppen, andererseits liefern
sie den Bauern Brennholz.
Die Wüsten der Erde / Desertifikation
Welche Arten von Wüsten unterscheidet man nach ihrem aussehen?
- Halbwüsten: weniger als die Hälfte des Bodens ist von Dauervegetation bedeckt.
- Vollwüsten: Flächen, wo es keine Dauervegetation mehr gibt.
- Sandwüsten: - Erg
- Steinwüsten: - Hamada: sind an flach lagernde Gesteinsschichten gebunden; enstehend durch physikalische Verwitterung.
- Kieswüste: - Serir: die Oberfläche besteht aus runden Kieselsteinen verschiedener Größe
- Salzton- oder Salzwüsten: entstehen durch rasche Verdunstung dort, wo die nach Starkregen auftretenden Schichtfluten enden;
Wie gliedert man die verschiedenen Wüstentypen nach ihrer Entstehung? Finden Sie bitte auch Beispiele!
- zonale Wüstengürtel: sind durch den subtropischen Hochdruckgürtel bedingt, wo eine absteigende Luftbewegung mit Austrocknung der Luft und Auflösung der Wolken auftritt; werden auch Passatwüsten genannt; z.B.: Sahara, Namib, Große Arabische Wüste, Große Sandwüste in Australien; Kalahari;
- Küstenwüsten: befinden sich an der Westseite der Kontinente; sind durch kalte Meeresströmungen entstanden, die zwar Nebel/Feuchtigkeit bringen, die Passate (Südostpassat weht von südost nach nordwest) verhindern jedoch, dass die Feuchtigkeit landeinwärts kommt. z.B. Atacama in Südamerika
- Leewüsten: diese bilden sich im Regenschatten von hohen Randgebirgen; z.B. Patagonische Wüste, Westküste von Nordamerika, Hochland von Mexiko
- Binnenwüsten: diese bilden sich in kontinentalen Hochdruckgebieten; z.B. Wüste Gobi, Kasachensteppe
Welche Kräfte formen die Wüsten?
- Temperaturschwankungen
- Wind
Was versteht man unter dem Begriff "Desertifikation" und woran ist sie zu erkennen?
Desertifikation = neubildende Wüsten (aufgrund nichtangepasster Wirtschaftssysteme der Menschen;)
Erläutern Sie die Ursachen der Desertifikation.
Welche Probleme ergeben sich durch diesen Vorgang?
Durch den ständigen Bevölkerungswachstum wird es in diesen Gebieten immer noch weniger fruchtbare Gebiete geben. Die Menschen müssten schließlich in die Städte ausweichen, deren Sozialnetz wahrscheinlich bald zusammenbrechen würde. Wenn viele Menschen im engsten Raum zusammenleben müssen, entstehen Krankheiten. Wenn das Sozialnetz zusammenbricht, drohen Unruhen Aufstände Krieg.
Wenn man jetzt abgesehen von der sich ausbreitenden Sahara (Wüste) die Tropengebiete einbezieht, deren jährliche Abholzung in der Größenordnung der Bundesrepublik Deutschland schließlich ebenfalls unfruchtbaren Boden entstehen lässt, so könnte in der Zukunft eine völlige Klimaveränderung eintreten. Es würden auch immer mehr Menschen in einem immer kleineren Raum zusammenleben.
cpyright by Andreas R.
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