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Somatologie:
(Wissenschaft vom menschlichen Körper)

 

Die Entwicklung der drei Keimblätter

Etwa eine Stunde nach der Befruchtung teilt sich die Eizelle zum ersten Mal (Furchung, die zwei Hälften bleiben aneinander). Es bilden sich in einer Keimzelle drei verschiedene Schichten oder Keimblätter: Das Entoderm oder inneres Keimblatt, das Ektoderm oder äußeres Keimblatt und das Mesoderm oder mittlere Keimblatt. Aus diesen drei Schichten entwickeln sich verschiedene Gewebe, die zu verschiedenen Organen aufgebaut werden:

Morula (Maulbeerstadium): kugeliger Zellhaufen

Blastula (Bläschenkeim): Hohlkugel

Gastrula (Becherkeim): Einwölbung.

Welche Organe bilden sich aus:

Histologie: Die Gewebe des Körpers (Wissenschaft vom Gewebe)

Zellen gleicher Form und gleicher Leistung treten zu Verbänden zusammen, den Geweben. Es gibt unterschiedliche Gewebetypen, aus denen sich die verschiedenen Organe zusammensetzen.

Deckgewebe (Epithelgewebe): Bedecken und schützen die Organe

  • Flächenartige Zellverbände, die äußere und innere Oberflächen auskleiden (ein- oder mehrlagig) -Außenhaut, Schleimhäute

    Drüsen sind Einbuchtungen im Epithelgewebe, sie dienen der Erzeugung und Absonderung von Sekreten.

    Sinneszellen (z.B. Riech- und Sehzellen) kommunizieren mit der Außenwelt

  • Binde- und Stützgewebe:

    Dienen der Isolation, Formgebung und Stütze

  • Aspikartige Grundsubstanz mit eingebetteten Fasern, von ganz weich bis sehr hart.

    Bänder und Sehnen, Knorpelgewebe, Knochengewebe (in den Zellen bildet sich Kalk), Fettgewebe (Zellbläschen speichern Fetttröpfchen)

  • Die Muskelgewebe: (600 Muskeln)

    Ist als einziges in der Lage, sich zusammenzuziehen (Bewegung).

    Unterliegt dem inneren Willen.

    Die Muskeln bestehen aus Muskelfaserbündeln, dort befinden sich auch die Muskelfibrillen (sehr feine Fasern).

    Man unterscheidet 3 Arten von Muskelgewebe:

    Nervengewebe:

  • Dient zur Reizleitung und Informationsweitergabe, im Gegensatz zu anderen Zellen nicht regenerierbar

    Die Einheiten des Nervengewebes sind die Nervenzellen (Neurone), die nur durch Kontaktstellen miteinander verbunden sind.

  • Nervenzellen:

    sind spezialisierte Zellen, die Erregungen bilden und verarbeiten können und diese in Form von Impulsen (Aktionspotentiale) weiterleiten.

    Eine Nervenzelle besteht aus einem Kern und einem Fortsatz. Der führt entweder zu einem Muskel oder einer Drüse.

    Synapse:

    Kontaktstelle zwischen 2 Zellen, bestehend aus Endköpfchen, Spalt und gegenüberliegender Membran.

    Die Synapse ist im menschlichen Nervensystem der Ort, wo Informationen und Empfindungen zusammenfließen und Signalübertragungen durch andere Nerven ergänzt werden.

    Reizleitung

    Bei einem Reiz oder einem Befehl vom Gehirn setzt ein elektrisches Signal das Aktionspotential in Gang: die Weiterleitung der Information erfolgt mittels Ionen bis zum Endköfpchen (elektrische Reizleitung). Hier werden chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) ausgeschüttet, die den Spalt füllen und durch die Membran in die nächste Zelle eindringen (chemische Reizleitung). Dort wird dadurch ein neuer elektrischer Impuls ausgelöst (Kettenreaktion).

    Bedingt durch den besonderen Bau der Synapsen kann der Impuls nur von einer Zelle auf eine andere übertragen werden, jedoch nicht zurück, d. h. die Information geht immer nur in eine Richtung.

    Zentralnervensystem: Gehirn und Rückenmark

    Peripheres Nervensystem: Nervenstränge von und zu den Organen

    Neurotransmitter sind z.B.:

    Adrenalin: zuviel löst Manie (Heiterkeit, Enthemmung, Triebsteigerung) aus.

    zuwenig: Depression (Schwermut, Antriebslosigkeit)

    Dopamin: zuviel: Schizophrenie (Bewusstseinsspaltung)

    zuwenig: Parkinson (Schüttellähmung)

    Serotonin: steuert Sexualleben, Stimmungsschwankungen

    Suchtverhalten: Bei Absetzung sind zu wenig körpereigene Neurotransmitter vorhanden, es kommt zu Entzugserscheinungen.

    Drogen:

    Betäubungsmittel: (Dämpft das Bewusstsein im zentralen NS) Narkotika, Schlafmittel, Beruhigungsmittel.

    Weckmittel: (regen Bewusststein stärker an) Weckamine, Kokain, Designerdrogen, Aufputschmittel.

    Hallizunogene: (täuschen Dinge vor) Canabis, LSD.

    Anabolika: (aufbauender Stoffwechsel)

    Was ist ein Bandscheibenvorfall:

    ist eine Verlagerung des weichen geleeartigen Kerns durch eine Schwachstelle des Bindegeweberings. In der Lendenwirbelsäule kann die Bandscheibe gegen die Nervenwurzeln oder Nervenbündel im drücken.

    Das Gehirn:

    Das Gehirn besteht aus fünf Abschnitten:

    Nachhirn oder verlängertes Mark: Übergangsstelle vom Rückenmark zum Gehirn.

    Kleinhirn: liefert Informationen

    Mittelhirn: ist zentrale Vermittlungsstelle.

    Zwischenhirn: Verbindung zum vegetativen Nervensystem.

    Großhirn: besteht aus mehreren Schichten (Nervenzellkörpern und Nervenfasern)

    Das Rückenmark:

    Zentrale Verbindungsstelle zwischen Gehirn und Körper, kann aber auch selbstständig Informationen verarbeiten (Reflexschaltungen) und hat lebenswichtige Funktionen .

    Die Verdauung:

    Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Dort werden Speisen mechanisch durch die Zähne zerkleinert und durch Drüsensekrete durchfeuchtet. Täglich 1 – 1,5 Liter. Im Speichel sind Schleim, Salze und das Enzym Pytalin enthalten.

    Mundhöhle:

    Im Mund sind noch die Organe für den Geschmackssinn, die Geschmackknospen (sie unterscheiden zwischen süß, sauer, bitter, salzig).

    Verdauungsorgane:

    Mund mit Gebiss, Zunge, Gaumen, Schlund, Speiseröhre, Magen, Dünn und Dickdarm.

    Krankheiten der Verdauungsorgane:

    Karies, Parodontose, Sodbrennen, Krampfader in Speiseröhre durch Leberschäden, Magengeschwür, Gastritis (Magenschleimhaut-entzündung), akut- Gifte u. Alkohol, Magenkrebs, Darmverschluss,

    Durchfall, Verstopfung, Dickdarmkrebs.

    Der Magen:

    Der Magen ist ein muskulöser mit Schleimhaut ausgebildeter Sack, an dessen Ein und Ausgang sich große Schließmuskeln befinden. Er liegt zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Er ist Vorratkammer welcher immer nur kleine Portionen an den Dünndarm zur Verdauung weitergibt. Er fasst 2 Liter. Drüsen der Magenschleimhaut erzeugen Pepsin und bildet eine 0,5 %ige Salzsäure.

    Aufgaben:

    Er erwärmt die Speisen auf Körpertemperatur. Der Magensaft leitet die Zerlegung ein. Der Pförtner ein Ringmuskel verschließt den Ausgang des Magens und öffnet sich in kurzen Abständen sodass jedes mal etwas Mageninhalt in den Zwölffingerdarm gelangt.

    Der Zwölffingerdarm:

    Der Anfang des Dünndarmes ist 12 Finger breit lang und nimmt Gallenflüssigkeit sowie das Sekret der Bauchspeicheldrüse auf.

    Die Leber:

    Ist die größte Drüse des Körpers (ca. 1,5 kg) und hier wird auch die Gallenflüssigkeit erzeugt. Sie besteht aus unzähligen Leberläppchen.

    Sie bildet aus den Eiweißabbaustoffen Harnstoff und Harnsäure.

    Aufgabe

    ist die Unschädlichmachung von Giftstoffen.

    Die Galle:

    Die Gallensäure zerlegt das Fett in kleinste Tröpfchen (emulgieren).

    Die Bauchspeicheldrüse:

    Ist die 2. größte Drüse des Körpers und mündet in den Zwölffingerdarm.

    Sie gibt Enzyme ab und bildet Insulin und Glukagon.

    Der Dünndarm:

    Mündet rechts unten in den Dickdarm. Er besteht aus Zotten. Die Zotten saugen die gelösten Nährstoffe aus dem Darm auf und geben sie an das Blut weiter. Im Dünndarm wird zu Ende verdaut. Durch seine lebhafte Tätigkeit schiebt er die Nahrung weiter.

    Der Dickdarm:

    Hier wird dem Nahrungsbrei das Wasser entzogen. Der blind endende Teil heißt Blinddarm.

    Die unverdauten Reste gelangen in den Mastdarm und werden ca. 24 Std. nach der Nahrungsaufnahme als Kot ausgeschieden.

    Weg der Nahrung:

    Mund, Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm-Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm, After.

    Nieren:

    Sind für die Ausscheidung von Wasser, Harnstoff, Harnsäure und verschiedene Salze verantwortlich und dienen der Regulierung des Salz und Wasserhaushaltes. Die Nieren sind von bohnenförmiger Gestalt und liegen Paarig im Bauchraum hinter dem Bauchfell.

    Atmungsorgane:

    Untere Atmungsorgane:

    Luftröhre, Bronchien Lungenbläschen

    Oberer Atmungsorgane:

    Nase, Mund, Kehlkopf

    Die Lunge:

    Der linke Lungenflügel besteht aus 2 Lappen. Der rechte Lungenflügel aus 3 Lappen. Die Lungenflügel sind umgeben vom Lungenfell und vom Rippenfell. Das Zwerchfell befindet sich zwischen Brust und Bauchraum. Die Lunge umschließt schützend das Herz. Bei ruhiger Atmung nimmt der Mensch etwa 0,5 l Luft auf.

    Aufgabe:

    Die Aufgabe der Lunge ist es, das Blut mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Gleichzeitig wird der Kohlenstoff in Kohlendioxid zerlegt. In der Lunge wird dem Blut neuer Sauerstoff gegeben und es wird vom Kohlendioxid befreit.

    Das Herz:

    Ist ein kräftiger Hohlmuskel. Beide Herzmuskeln sind vollständig getrennt. Jede Hälfte hat eine Vor- und Herzkammer. Herzschlag 70-80 mal pro Minute (Ca. 5-6 l Blut)

    Was ist ein Herzinfarkt:

    Bei einem Herzinfarkt stirbt ein Teil des Herzmuskels durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes ab. Wird eines der Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Die Sauerstoffzufuhr ist somit unterbrochen und der Herzmuskel stirbt ab.

    Was ist Arteriosklerose:

    ist eine Veränderung der Blutgefäße, die über viele Jahre entsteht und zunächst unerkannt verläuft. Die Gefäßwände verkalken und der Gefäßdurchmesser verengt sich zunehmend. Die Folgen, das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen (Rauchen, Übergewicht).

    Der Bewegungsapparat: (212 Knochen)

    Passiver Bewegungsapparat = Skelett

    Aktiver Bewegungsapparat = Muskulatur

    Aus den gelenkig miteinander verbundenen Knochen ( passiver Bewegungsapparat ) und der durch das Nervensystem gesteuerten Muskulatur ( Aktiver Bewegungsapparat ) besteht der Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen.
    Gebildet wird ein Gelenk von knöchernen Gelenkpartnern, von Kapseln, Bändern, Muskeln und Sehnen. Das Knochengerüst übernimmt die Stützfunktion der Weichteile.


    Blut:

    Transportiert Gase, Aminosäure, Fettsäure, Hormone und Enzyme.

    Funktion: Wärmeregulator- im Sommer abgeben, im Winter mehr im Innern- Blass. Wundverschluss – Blutgerinnung.

    Aufbau: zw. 5-7 l Hämoglobin = Farbstoff. Das Blut besteht aus 54 % einer gelblichen Flüssigkeit, dem Blutplasma und zu 46 % aus geformten Bestandteilen , den Blutkörperchen.

    Rote Blutkörperchen:

    sie verdanken ihre Farben dem Hämoglobin, dem rote Blutfarbstoff der der eigentliche Sauerstoffsträger ist. Lebensdauer 100-120 Tage.

    Weiße Blutkörperchen:

    Haben keine feste Form, dienen der Abwehr von eingedrungenen Krankheitskeimen und bilden Antikörper.

    Blutplättchen:

    Sind farblos und sehr klein, keine echten Zellen und sind für den Wundverschluss verantwortlich (Ballen sich zusammen).

    Blutplasma:

    Sind für die Blutgerinnung zuständig. Pfropf zum Verschließen der Wunde.

    Blutkreislauf:

    Transportsystem – in Betrieb halten.

    Umlauf des Blutes, der vom Herzen ausgeht, über das geschlossene Blutgefäßsystem (das Blut verlässt die Adern nie) in die Gewebe und Organe des Körpers und von dort zurück zum Herzen verläuft. Der B. führt allen Körperzellen Sauerstoff und Nährstoffe zu und transportiert Zellstoffwechselprodukte und Kohlendioxid ab, wobei die Blutströmung durch die Pumpfunktion des Herzens (Motor) aufrechterhalten wird.

    Man unterscheidet drei Arten von Blutgefäßen: Arterien führen vom Herzen weg und man nennt sie auch Schlagadern. Die Venen führen zum Herzen und die Kapillaren oder Haargefäße sind das Verbindungsglied zwischen Arterien und Venen.

    5 bis 6 Liter Blut pro Minute pumpt das Herz in den Kreislauf, das sind 8.000 Liter am Tag oder ca. 3 Millionen Liter im Jahr.

    2. Kreislauf: –Lymphkreislauf-offene Klappen, kein Motor.

    Erkrankungen:

    Verminderung der roten BK (Eisenmangel, Gene) = Anämie

    (Blutarmut- Blässe).

    Vermehrung der weißen Blutkörperchen = Leukämie.

    Das Gebiss:

    Dauergebiss – 32; Milchgebiss – 20.

    Vollständiges Gebiss: Formel 2-1-2-3=

    2 Schneidezähne, 1 Eckzahn, 2 vordere Backenzähne, 3 Mahlzähne.

    Der Zahn:

    Teilt sich in Wurzel und Krone. Die Wurzel ist im Kiefer eingebetet, Krone ragt aus dem Zahnfleisch. Zwischen Krone und Wurzel ist Zahnhals.

    Die Ernährung:

    Tägl. Ernährung: 60% Kohlenhydrate (300-400 g)

    20 % Fett (70-80 g)

    20 % Eiweiß (60 g)

    Wasser: 60 % der Körpermaße ist Wasser. Ohne Wasser können chem. Vorgänge nicht mehr funktionieren. (Durchfall-Salzwasser trinken).

    Kohlenhydrate:

    60 % d. Nahrung, Kohlenhydrate werden in Zucker umgew.(Energie)

    Leichte KH: Stärke und Zucker (Reis, Kartoffeln, Gemüse, Brot).

    Schwere KH: Zellulose kann nicht verdaut werden (rohes Gemüse und rohes Obst).

    Fette (Pflanzliche und tierische), Salze (Eisen, Kalzium, Kalium usw.),

    Vitamine (A;D;E;K), bei Vitaminmangel-Skorbut, Ballaststoffe (Aufgabe

    den Darm zu füllen um die Verdauung in Gang zu bringen),

    Gewürze und Aromastoffe (regen den Geschmack an).

    Ernährungsbedingte Krankheiten:

    Karies, Parodontose (Zucker)

    Übergewicht: Diabetes, Gicht, Infarkt, Haltungsschäden

    Zu viel: Alkohol, Vitamine (Baby Lähmung), Bulemie (Fresssucht) psychisch bedingt.

    Zu wenig: Magersucht, Mangelerkrankungen.

    Zusatzstoffe: Allergien-Krebs.

    Andere: Blähungen, Durchfall

    Risikofaktoren der Gesundheit:

    Übergewicht, Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte

    Was ist das Immunsystem:

    Unter Immunität wird die Fähigkeit des Körpers verstanden, sich gegen fast alle Mikroorganismen und Toxine zu wehren, die für ihn schädlich sind. Immunität ist teilweise angeboren, teilweise erworben.

    Angeborene Immunität: Im Blut gibt es spezielle Zellen die sich an Fremdkörper anheften und sie zerstören.

    Erworbene Immunität: Diese Abwehrstoffe werden Antikörper genannt .

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