Erörterung
zum Thema: Die Rechtsschreibreform, Vor und Nachteile:
Um die Missstände, dass in verschiedenen deutschsprachigen
Ländern eine unterschiedliche Schreibung der deutschen Sprache
praktiziert wird, und dass der deutschen Sprache eine extrem
komplizierte und unlogische Schreiweise zugrunde liegt, zu
beseitigen, wurde im September 1996 die Rechtsschreibreform
beschlossen. Mit dieser Reform sollen laut ihren Befürwortern
eine Menge Vereinfachungen der Deutschen Rechtschreibung
erfolgen, wie z.B. die Beseitigung von logischen Fehlern,
insbesondere die Vereinheitlichung von Schreibweisen. Was diesen
Punkt angeht, hat die Reform wohl ihren Zweck erfüllt, denn es
ist sicherlich logisch, das, wenn man "müssen" mit
doppel s schreibt, man auch "er muss" mit doppel s
schreibt. Aber hier fangen die Nachteile der Reform schon an:
anstatt, dass man die Möglichkeit einer solchen Reform die
Teilung zwischen ss und ß ein für allemal zu beseitigen nutzt
und alle Wörter mit ss schreiben läßt, bleiben immer noch
beide Schreibweisen vorhanden. Da muss man sich doch fragen, ob
dieses nicht die Schreibung eher verkompliziert, als dass es sie
vereinfacht. Außerdem wird jeder, der sich ernsthaft mit dieser
Reform beschäftigt, feststellen, dass sie - was die
Vereinfachungen angeht, allenfalls symbolischen Charakter hat, da
sie keine Reform, sondern ein Reförmchen ist, denn den Mut zu
einer wahren Reform, die eine wirkliche Vereinfachung unserer
Rechtschreibung gebracht hätte, hatte leider niemand in unserer
Regierung, dies wird jeder, der einen Duden, in dem die
veränderten Wörter markiert sind, aufschlägt, feststellen. Es
wurde sehr wenig geändert und das, was geändert wurde so
zaghaft, dass man diese Reform wirklich nur als Reförmchen
darstellen kann, die die Rechtsschreibung durch ihre
Zaghaftigkeit eher noch kompliziert als sie vereinfacht, denn
viele Wörter haben jetzt 2 korrekte Schreibweisen, was ich
wirklich eher als verwirrend und nicht als vereinfachend
empfinde. Ein weiterer Punkt, der gegen diese Reform spricht, ist
der immense Kostenfaktor. Nicht nur, dass sich jeder einen neuen
Duden kaufen muss, nein es wurden auch noch Infoprospekte für
Deutschlehrer und Schüler erstellt, Seminare abgehalten und ewig
debattiert, das finde ich in einer Zeit, in der alle vom Sparen
reden, reichlich unpassend, vor allem, wenn dann dabei nur ein
solches Reförmchen herauskommt. Für mich liegt der einzige
Nutzen dieser Reform darin, dass die Rechtsschreibung der
deutschen Sprache nun in allen Ländern, in denen sie gesprochen
wird, gleich ist. Und deshalb so eine Riesenaktion??? Meine
persönliche Meinung dazu ist: Diese Reform ist nichtsnutzig,
teuer und überflüssig. Ich lehne sie entschieden ab, denn was
habe ich davon, wenn ich jetzt Portemonai richtig schreiben kann
und nichts mehr darin habe!