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Österreich- von der NS- Zeit bis zum Staatsvertrag:


Die wichtigsten Programmpunkte der NS-Weltanschauung:
Wurzeln liegen im 19. Jh.

Nietsche: Mit Wille zur Macht (Deutsche Weltmacht)
Mendel: Vererbungslehre (Rassismus)
Darwin: Evolutionstheorie (Arterhaltung des Stärkeren)
Machiavelli: Führer hat absolutes Recht
Sprengler: Untergang des Abendlandes (Hitler als Retter der Nation)
Antisemitismus (Gegenüberstellungen der Rassen)
Das Völkische - Volksgemeinschaft, Führerglaube, Nationalismus, Anti-Bolschewismus,
Militarismus, militärische Macht und Taten sind wichtig
Imperialismus (Weltherrschaft)

Die Organisation der NSDAP:

1919 Gründung der NSDAP "nationalsoz. Arbeiterpartei"
SA Sturmabteilung
SS Schutzstaffel
HJ Hitlerjugend
BdM Bund deutscher Mädchen
Straff führerorganisiert und in Gaue, Kreise,
Ortsgruppen, Zellen und Blöcke gegliedert.

Hitlers nationale Revolution:

1933, 1934, 1935

1933

Hitler wird Reichskanzler ("Tag der Machtergreifung")
Brand des Reichstagsgebäudes - wird den Kommunisten angelastet.
(Brandstifter war Göring, in der Folge wird die kommunistische Partei verboten).
Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat" – (Hitler nimmt sukzessive Volk die Grundrechte)
Reichstagswahlen bringen Hitler keine Mehrheit. Daher national-konservative Koalition
"Ermächtigungsgesetz" (zur Behebung der Not von Volk und Staat)
Sozialdemokraten werden verboten
Gewerkschaften werden aufgelöst (Deutsche Arbeiterfront)
Austritt aus Völkerbund
NSDAP als einzige Partei gewinnt 92% der Stimmen
NSDAP wird Staatspartei (Gründung der "Gestapo" und "SS")

1934
Holt Hitler zum entscheidenden Schlag gegen eigene Parteigenossen aus.
Ernst Röhm wird ermordet und mit ihm 60 SA-Leute.
stirbt Hindenburg

1935
Hitler lässt sich zum Reichstagspräsidenten ernennen. Damit ist die Diktatur geschaffen.
Erfolgt der Startschuss zur Verfolgung der Juden. Mit den "Nürnberger Gesetzen":
Reichsbürgergesetz" (Juden als Staatsangehörige)
Gesetz zum Schutz des dt. Blutes und der dt. Ehre" (Verbot von außerehe. Verkehr)

Welche historischen Fakten können sie gegen Hitlers Beschäftigungspolitik und Wohnungspolitik bringen:

(Medien, Wiedergutmachung, Entschädigung) auf Kosten der jüdischen Mitbürger ("Arisierung)
Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung brachten kein Geld Devisen- und Goldvorräte wurden verbraucht.
Absinken der Konsumgüterindustrie für die Rüstungsindustrie
Sinkender Lebensstandart, Rationierung der vorhandenen Mittel
Zwangarbeit (nicht nur in Konzentrationslagern)

Gleichschaltung der Staatsbürger:

Hitlerjugend, Bund deutscher Mädel
Politische Beeinflussung von Kindesalter an Frauen sollten unselbständig gehalten werden
Einheitlicher Gruß, Nazis unterdrückten jede gegenteilige Meinung und schalteten sie aus.

Die tragischen Höhepunkte der NS-Judenverfolgung:

1935 "Nürnberger Gesetz" – Gesetz zum Schutze deutschen Blutes und der Ehre (Verlust der Staatsbürgerschaft der Juden)
Arisierung der Wirtschaft
1938
"Reichskristallnacht" (Verbrennung der Synagogen und der Zerstörung von jüdischen Geschäften)
Einführung des Judensterns als "eindeutiges" Zeichen
1942
"Wannseekonferenz" Endlösung der Judenfrage – systematische Ausrottung (Errichtung von Konzentrationslagern)

Bündnisse und Verträge Hitlers vor dem 2. Weltkrieg:

undurchsichtige bilaterale Bündnisse
Flottenabkommen mit GB, Appeasement
Achse Rom-Berlin
, (D-I)
Antikominternpakt
(D-Jap-I-Spa)
Münchner Abkommen
(D-GB-I-J)
Wirtschafts- und Nichtangriffspakt
(D-UdSSR)

Die Konferenzen von Jalta und Potsdam:

Jalta: Einteilung Besetzungszonen, Gebietsabtretungen
Potsdam: Entmilitärisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung
Potsdam: Zwangsweise Umsiedlung

Die Moskauer Deklaration:

1943 Österreich wird freies Land, GB-Sowj-USA
Anschluss Österreich an Deutschland ist null und nichtig
Österreich als frei und unabhängig neu errichten
Österreich ist jedoch verantwortlich für Beteiligung am Krieg

Wie wurden die ehemaligen Nazis in Österreich nach 1945 behandelt:

Einteilung in: belastete (hohe Funktionäre) und minderbelastete (niedere Funktionäre)
Sühneleistungen
Degradierungen
Beförderungshemmungen
fristlose Entlassung vom Arbeitsplatz
Verhaftungen und Internierungen
bis 1949 Ausschluss aus dem Wahlrecht

In welcher Form wurde Österreich nach 1945 (nach dem 2. WK) regiert:

Aufteilung 4 Besatzungszonen – Sowj-USA-GB-F
1945 ersten Nationalratswahlen (parlamentarische Demokratie)
Gründung einer Konzentrationsregierung
Bundesversammlung (Nationalrat und Bundesrat)
Frei gewähltes Parlament
brauchte Zustimmung von "Alliierten Kontrollrat (1.Jahr)

Hindernisse für das Zustandekommen des Staatsvertrages:

Der Kalte Krieg, Stalins starre Haltung, Molotow bestand auf
weiterer Stationierung alliierter Truppen über Staatsvertrag hinaus (Junktim), Friedensvertrag in BRD, milit. Stützpunkte

Der Zusammenhang zwischen Staatsvertrag 1955 und Neutralität Österreich:

Österreich wollte den Abzug der Besatzungsmächte und die volle Souveränität.
Figl bot den Verzicht auf die Gewährung ausländischer militärischer Stützpunkte
Verzicht irgendwelcher Militärbündnisse
Russen bestanden auf "Junktim" (=Verbindung zweier Fragen)
8.2.55 Raab gab wirksame Garantien gegen einen Wiederanschluss an Deutschland ab
5.5.55 "Moskauer Memorandum"
Sowjetunion verspricht Abzug der Truppen
Österreich verspricht immerwährende Neutralität gleich der Schweiz

Die wirtschaftlichen Probleme Österreichs (der 2. Republik) nach 1945 und Lösungsansätze dazu:

Todesfälle infolge Hungers(Hilfsprogramme der Besatzungsmächte)
Entstehung eines Schwarzmarktes(Währungsreform: 150,--ÖS 1:1; Rest 3:1)
Enteignung in den Industriefirmen (1946/47: zwei Verstaatlichungsgesetze: Großbanken, Hütten-, Eisen-, Metall-, Erdöl- und Elektrizitätsindustrie)

Pflichten eines immerwährenden neutralen Staat:

Unterlassungspflichten:
weder direkte noch indirekte Unterstützung von Kriegführenden
Verhinderungspflichten:

Verhinderung der Territorien: Land, See, Luft durch Kriegführende
Gleichbehandlungspflichten:

Im nicht militärischen Bereichen alle Maßnahmen grundsätzlich gleich auf alle Kriegsparteien anzuwenden
Das Verbot
einen Krieg zu beginnen und dadurch die Neutralität zu beenden
Das Verbot
der Teilnahme an Kriegen zwischen dritten
Die Pflicht
zur Erhaltung und Verteidigung der Unabhängigkeit, territorialen Integrität und der Neutralität sowie zur Anschaffung der dazu notwendigen Mittel
Die Pflicht
, jedes Handeln zu vermeiden, das ihn in der Zukunft in Konflikt mit seinen Neutralitätspflichten bringen könnte

Maßnahmen des Westens gegenüber dem Vorgehen der UdSSR:

("Kalter Krieg") – alle Bündnisse Wirtschaftsbündnisse:

O S T
COMECON (1949) 1948 verhängten die USA ein Wirtschaftsembargo über alle kommunistischen Staaten. Die Antwort der UdSSR war die wirtschaftliche Zusammenfassung aller osteuropäischen Staaten für gegenseitige Wirtschaftsunterstützung,

W E S T
OEEC (1948)
Organisation zur optimalen Verteilung und Verwendung der Marshallplanhilfe. Dies bewirkte eine Verflechtung zwischen USA, Kanada und Westeuropa (später umgewandelt in: OECD)
EGKS (1951)
Staaten schufen einen gemeinsamen Markt für Kriegsnotwendige Güter
EAG und
EURATOM (1957)
Verträge über die europäische Atomgemeinschaft
EWG
und Schaffung eines gemeinsamen Marktes
EFTA (1958)
Resteuropäischen Staaten die sich der Sechsergemeinschaft EWG nicht anschlossen

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