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El Nino - Entstehung und Auswirkungen:

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1.                    Der Begriff "El Niño"

2.                    Das Klima-System im Normalzustand

3.                    Das Klima-System in einem extremen "El Niño" - Jahr

3.1               Auswirkungen auf den Pazifischen Raum

3.2               Globale Auswirkungen

4.                    La Niña

5.                    Quellen

 

 

 

1.     Der Begriff "El Niño"

 

Der Begriff stammt aus dem Spanischen und heißt ‚das Christkind'. Peruanische Fischer benannten das Phänomen so, da es um die Weihnachtszeit auftritt.

 

 

2.     Das Klima-System im Normalzustand

1  Übergang von Wasserschichten unterschiedlicher Temperaturen, Temperatur­unterschied besonders stark (warm/kühl)

Über diesem kalten Wasser entsteht ein Hoch, aufgrund absteigen­der Luftbewegung wie in der Hadleyzelle. Weil dies aber in Äquator­nähe geschieht, gibt es keine Corioliskraft und die Luftmassen wer­den nicht abgelenkt, deshalb Walkerzirkulation. Die kalten Wasser­temperaturen wirken einem Aufsteigen von Luftmassen entgegen, welches nötig wäre um Niederschläge auszulösen. Dadurch ist es sehr trocken und es entstehen lange Küstenwüsten wie z.B. die Atacama-Wüste.

 

Wenn die Luftmassen abgestiegen sind, strömen sie über der Meeresoberfläche Richtung Südostasien und Nordostaustralien. Dort herrscht wegen des warmen Oberflächenwassers ein Tief. Die Passatwinde wollen diese Luftdruckdifferenz ausgleichen und brin­gen aufgrund ihrer Geschwindigkeit das warme Wasser von der südamerikanischen Küste mit sich. Auf dem Weg dorthin reichert sich die Luft mit Feuchtigkeit an und das Wasser erwärmt sich bis zu 30° C. An der Küste Nordostaustraliens angekommen, bilden sich aufgrund des warmen Oberflächenwassers Wolken und es kommt zu Niederschlägen und Stürmen (Monsun). Dadurch steigt der Meeresspiegel noch mehr und da warmes Wasser eine gerin­gere Dichte als kaltes Wasser hat, wird die Thermokline noch mehr in die Tiefe verschoben, d.h. es quellt kein kaltes Wasser auf und der Meeresspiegel liegt einen halben Meter über dem mittleren Niveau.

 

Die Luftmassen strömen wieder nach oben und schließen so den Kreislauf zwischen Ozean und Atmosphäre.

 

 

3.     Das Klima-System in einem extremen "El Niño" - Jahr

 

Erklärung

Bei einem Extremfall, der alle 2 bis 7 Jahre vorkommt, wird die Walker-Zirkulation komplett umgekehrt, da die sich Luftdruck­verhältnisse geändert haben (Luftdruckschaukel= Southern Oscilla­tion -> SO). Wenn es keine Luftdruckdifferenz mehr zwischen Süd­ostasien und Südamerika mehr gibt, hören die Passatwinde auf zu strömen. Der Äquatorialstrom wird nicht mehr angetrieben und die Warmwasserschicht vor Südostasien schwappt zurück in Form von Kelvinwellen, welche den Meeresspiegelunterschied ausgleichen wollen. Diese breiten, niedrigen Wellen übermitteln das Wärme­signal von Westen nach Osten.

 

Durch das warme Wasser vor Peru wird die Walkerzirkulation weiter abgeschwächt und es bilden sich Cumulonimbuswolken die zu sint­flutartigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erosion führen. Das warme Regenwasser läuft zurück in den Ozean und die es kann kein kaltes Wasser mehr aufquellen, die Thermokline sinkt ab.

Außerdem bleiben die küstenparallelen Passate aus, von denen der Humboldtstrom angetrieben wird.

 

 

3.1   Auswirkungen auf den Pazifischen Raum

 

-         Massensterben von Mikroorganismen und Algen, die nur bei 10° C Oberflächentemperatur überleben können.

-         Die Fischbestände gehen zurück, da diese im warmen, nähr­stoffarmen Wasser keine Nahrung mehr finden.

-         Das Wasser erwärmt sich immer weiter, da es eine stärkere Sonneneinstrahlung gibt (kein Nebel mehr über den Küsten) und warmes, salzarmes Wasser vom Äquator strömt zu.

-         Die Fischindustrie bricht zusammen.

 

In Südostasien herrscht eine umgekehrte Situation. Die Wasser­temperatur sinkt, da keine hohe Warmwasserschicht mehr über der Thermokline liegt. Der Meeresspiegel sinkt und es quellt kaltes Wasser auf, dadurch steigt der Luftdruck (Hoch).

Es entstehen Dürre und Waldbrände durch das trockene Klima.

 

 

3.2        Globale Auswirkungen

 

Der El Niño bringt nicht nur Probleme im Ost- und Westpazifik, son­dern die atmosphärischen und ozeanischen Strömungen auf der ganzen Welt werden verändert.

-         An der nordamerikanischen Küste entstehen Stürme und Stark­niederschläge.

-         In Mexiko bilden sich Hurrikans.

-         Im Westpazifik geraten die Buschfeuer aus Kontrolle und dadurch entwickeln sich Waldbrände, die Smog verursachen und so zu gesundheitlichen Schäden führen.

Außerdem gibt es nach einem extremen El Niño - Jahr Miss­ernten durch die langanhaltende Dürre.

-         In Südostafrika spülen Starkniederschläge ganze Dörfer weg.

-         In Kanada gibt es statt eines kalten einen warmen Winter.

-         Die Seuchengefahr nimmt durch Bakterien und Blaualgen in den Überschwemmungsgebieten zu.

-         In Kolumbien vermehrt sich durch die Hitze die Mückenart, welche Malaria überträgt.

 

Insgesamt wird eine Energie von einer halben Milliarde Megawatt (300.000 Atomkraftwerke) umgesetzt.

 

 

4.               La Niña

 

La Niña ist eine Verstärkung des Normalzustandes, also das gegenteilige Phänomen zu El Niño.

 

Durch ein starkes Subtropenhoch sinkt die schon normal kühle Meeresoberflächentemperatur im Ostpazifik noch weiter ab, da die Thermokline sich noch mehr an die Oberfläche verlagert. Dadurch verstärken sich die Passatwinde und die Walkerzirkulation tritt noch stärker auf. Im Westpazifik dagegen treten überdurchschnittlich starke Niederschläge auf.

 

Eine La Niña- Phase dauert normalerweise 9 bis 12 Monate und folgt meist auf einen El Niño (muss aber nicht!).

 

 

5.        Quellen

 

Buch "Fundamente"   S.80

Brockhaus Lexikon

 

www.enso.info/enso.html

www.elnino.info

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,2061174,00.html

http://www.dwd.de/de/FundE/Klima/KLIS/prod/spezial/div/elnino_einfuehrung.pdf

www.wikipedia.de

 

Grafik 1: http://www.elnino.info/images/en_OZ1.gif

Grafik 2: http://www.enso.info/images/Animation1.gif

Grafik 3: http://www.enso.info/images/Animation2.gif

Grafik 4: http://www.elnino.info/images/auswirkungen.gif

 

Grafik für das Handout: CD-ROM "Schule 2003"



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