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Karl Marx:

 

 

Marx gilt als der wichtigste Vordenker der frühen Arbeiterbewegung, sein Werk sollte aber immer im Zusammenhang mit Friedrich Engels gesehen werden, der wichtige Anregungen zur Kritik der politischen Ökonomie gab und nach dem Tode Marx' dessen letzte Arbeiten publizierte

 

Biografie

 

05.05.1818   Geburt in Trier (Eltern waren Juden , gingen zum Protestantismus über, auch er konvertierte)

1830-35        Gymnasiumbesuch (überdurchschnittlich begabt)

Beginn des Jurastudiums in Bonn

1836-41        Studium in Berlin (Philosophie) (1841 Doktor der Philisophie, erste lit. Versuche)

1841-42        Redakteur (später auch Chefred.) der „Rheinischen Zeitung“ für Politik, Handel und Gewerbe (1843 Zeitung verboten)

März 1843    Heirat mit Jenny von Westphalen (Jugendfreundin)

1843-45        Frankreichaufenthalt  (lernt Heinrich Heine kennen); Beginn ökonomischer Studien

1845                    Ausweisung aus Frankreich (weil ihn in Deutschland wegen der "Deutsch-Französischen Jahrbücher" ein Hochverratsprozess erwartet hätte)

à Brüssel; Kennenlernen von Friedrich Engels àGründung eines kommunistischen Korrespondenz-Komitees zur Koordinierung des Zusammenschlusses der Arbeiterbewegungen verschiedener Länder

1847          Mitglied des „Bundes für Kommunisten“

1848          Revolution à Kommunistisches Manifest

1849-83    Exil in London, er arbeitet als Journalist

1859-67        Studium der politischen Ökonomie; arbeitete für div. Zeitungen (Neue Rheinische Zeitung)

1860                    findet in Darwins Evolutionstheorie seine Ansichten wieder

1864                    Teilnahme an der Gründung der „Internationalen Arbeiter-Assoziation“ ( „1. Internationale) (verfasste Inauguraladresse; hatte mit Kleinstaaterei in Europa zu tun)

1865                    Wahl in den Generalrat der „1. Internationalen“

1882          div. Reisen (Schweiz, Frankreich)

14.03.1883   Tod (in London)

 

 

Berühmte Werke

 

1844          „Deutsche Ideologie”  (Thesen Feuerbach)

1848                    „Manifest der Kommunistischen Partei“

1852          „ Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte“

1859                   „Zur Kritik der politischen Ökonomie“

1866                    „Das Kapital“ (Band 2,3, herausgegeben von Engels 1885-94) (Analyse des Kapitalismus im 19. Jahrd.)

 

 

 

 

 

Marxismus

 

Ø      Sammelbegriff für die Lehren von Karl Marx und Friedrich Engels

Ø      Sie erklärten die Zustände der kapitalistischen Gesellschaft aus den ökon. Verhältnissen

 

Grundproblem Marx:

Kapitalismus: es kommt durch die gesetzliche Notwendigkeit zur Konzentration des

Kapitals in nur wenige Hände

à Verelendung der Arbeiterklasse

à gewaltsamer Umsturz ist unvermeidlich

 

 

 

Unternehmen / Kapitalist                                             Masse der Lohnabhängigen/ Arbeiter/ Proletariat

à Eigentümer der Produktionsmittel                à gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen

à Akkumulation von Kapital

 

Aufgabe: Durch Umwandlung der gesellschaftlichen Verhältnisse die Selbstentfremdung verhindern

 

            Voraussetzung: Proletariat muss sich zu einer eigenständigen Klasse entwickeln (Klassenbewusstsein)

 

à Eroberung der pol. Macht durch die Diktatur des Proletariats

 

Ziel: Schaffung einer klassenlosen Gesellschaft und Abschaffung des Staates

 

 

 

Religionskritik von Karl Marx

 

Die Religionskritik von Karl Marx baut in den wesentlichen Punkten auf der von Feuerbach auf. Jedoch stellt sie die Gedanken viel stärker in den gesellschaftlichen Zusammenhang (unter Betrachtung der Perspektive des Klassenkampfs).

Grundgedanken Feuerbachs: In seinen Augen sind die den Göttern zugeschriebenen Eigenschaften in Wirklichkeit die ureigenen Wünsche der Menschen- auf Götter projiziert. Die Religion ist „grundverderblich für den Menschen“ und bringt ihn um den „Wahrheitssinn“.

Marx: „Religion ist das Opium des Volkes“. Marx ist der Meinung, dass der Mensch die Religion macht, „nicht die Religion den Menschen“. Dies führt zu einem „verkehrten Weltbewusstsein“ und ist seiner Meinung nach das „religiöse Elend“.

Marx verbindet dies mit der gesellschaftlichen Situation: Er betrachtet die Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten als reale Situation. Durch die Religion versuchen die Arbeiter ihre Situation zu rechtfertigen und schaffen sich so eine ideale Welt in „Jenseits“. Die Religion ist also das „Opium des Volkes“ – ein selbstgewähltes „Betäubungsmittel“ zur Verschleierung des Elends.

Marx Forderung liegt darin, die Illusion des Glückes durch die Religion aufzuheben und durch die Änderung der sozialen Verhältnisse das „wirkliche Glück“ zu erreichen (siehe Marxismus).

 

 

 

Quellen:

http://www.buber.de/christl/unterrichtsmaterialien/marx.html
http://www.kfunigraz.ac.at/sozwww/agsoe/lexikon/klassiker/marx/30bio.htm
http://www.philosophie-lernen.de/marx%20religionskritik.htm
http://www.zum.de/Faecher/kR/Saar/gym/projekt/rel_krit/marx/marx.htm
http://www.illtal-gymnasium.de/faecher/religion/marx_taf.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx

Weltbild Universal Lexikon

Lexikon A-Z, Auflage von 1990



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Eva D.

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