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Koalas (Beuteltier):

 


Koalas (Phascolarctus cinereus, griech. von phaskolon= Beutel und arctos=Bär) werden im allgemeinen Sprachgebrauch als Koala-Bären bezeichnet, was darauf schließen lässt, dass Koalas zu den Bären gehören. Wie viele Tiere Australiens gehören jedoch auch die Koalas zu den Beuteltieren (Marsupiala) und nicht zu den Bären. Bei den Beuteltieren handelt es sich um eine Gruppe von Säugetieren mit besonderen Merkmalen, insbesondere dem Beutel, in dem die Jungen aufgezogen werden. Neben Australien findet man Beuteltiere auch in Südamerika und dem südlichen Nordamerika. Koalas jedoch sind in Australien endemisch, das heißt, dass es sie nur dort gibt.

 

Die einzige Art ist ein Überbleibsel einer ehemals recht großen und weit verbreiteten Familie. Obwohl alle heute lebenden Koalas derselben Art angehören, unterscheiden sich die Tiere in den verschiedenen Gegenden in Größe und Farbe des Fells. Allgemein sind Männchen größer als Weibchen.

 

Koalas ernähren sich ausschließlich aus pflanzlicher Nahrung, die zum überwiegenden Teil aus Eukalyptusblättern besteht, was den Koala zu einem Nahrungsspezialisten macht, dem die Umweltzerstörung in besonderem Masse zu schaffen macht. Heute findet man Koalas nur noch in wenigen Gegenden Australiens, beispielsweise in Teilen von Queensland, New South Wales oder Victoria. Koalas gehören zu den massiv vom Aussterben bedrohten Arten.

 

Koala stammt aus der Sprache der Aboriginees, den Ureinwohnern Australiens und bedeutet in etwa soviel wie "dieses Tier trinkt nicht". Koalas decken ihren Wasserbedarf aus den Eukalyptusblättern. Die Spezialisierung auf Eukalyptusblätter verschafft den Koalas den Vorteil, dass kaum andere Tiere ihnen die Nahrung streitig machen. Eukalyptusblätter enthalten einen hohen Anteil von toxischen Substanzen, ätherischen Ölen und Phenolen. Für andere Lebewesen, auch für Menschen, kann diese Nahrung tödlich sein. Koalas jedoch riechen immer frisch nach Hustenbonbons...

 

Koalas sind sehr ruhige Tiere, teilweise schlafen sie selbst beim Fressen ein. Gut drei viertel ihres Lebens schlafen Koalas, die restliche Zeit verbringen sie mit Fressen. Durch dieses recht passive Leben ist es den Koalas möglich, mit sehr wenig Energie auszukommen. Nur so ist ein Überleben allein mit den Eukalyptusblättern möglich. Koalas fressen nur rund ein Kilo Blätter am Tag.

 

Koalas sind baumbewohnende Tiere, sie verbringen einen Grossteil ihres Lebens in den Eukalyptusbäumen. Sie sind anatomisch an das Leben in Bäumen angepasst. Daumen und Zeigefinger an Händen und Füßen sind wie der Daumen des Menschen den übrigen Fingern gegenübersteht. Dadurch ist es ihnen möglich, sich fest an die Bäume zu klammern, was durch rauhe Handflächen begünstigt wird.

 

Koalas sind im allgemeinen Einzelgänger. Einzig in der Paarungszeit von September bis Januar bauen die Männchen eine Art Harem von bis zu vier Weibchen auf, den sie gegen Konkurrenten verteidigen.

 

Die Schwangerschaft eines Koalas dauert nur fünfundzwanzig bis dreißig Tage. Wie bei allen Beuteltieren ist das Jungtier anfangs kaum lebensfähig. Es muss selbständig in den Beutel kriechen und sich eine Zitze suchen, an der es sich festsaugt. Koalas haben zwei Zitzen, zumeist wird jedoch nur ein Junges geboren. Etwa ein halbes Jahr verbleibt das Junge im Beutel der Mutter, danach bleibt es ein weiteres Jahr auf dem Rücken der Mutter, bevor es diese verlässt.

 

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