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Die Industrielle Revolution in Deutschland:



Ausgangssituation:

Deutschland war in über 300 kleine Territorialstaaten zersplittert. Dies brachte eine Vielfalt von Zollschranken, unterschiedliche Systeme in Maß, Münz und Gewicht mit sich. Dies alles hemmte die Wirtschaft. Die deutsche Landwirtschaft hatte eine relativ schlechte Produktion; außerdem herrschte noch immer eine große Abhängigkeit der Bauern von ihrem Gutsherrn, was die Mobilität der Bürger einschränkte.

Durch staatlich erhobene Steuern wurde die Entstehung von Massenkaufkraft gehindert.

Die Bevölkerung lebte in schroffen Standesgrenzen, einer konservativen Grundeinstellung und sie hielt an der Zunftverfassung fest.

Grundvoraussetzung für kapitalistisches Handeln ist die Entstehung eines Marktes, der Angebot und Nachfrage regelt.

In Deutschland gab es massive staatliche Eingriffe und Beschränkungen, was die Entstehung eines Marktes erheblich behinderte. In Groß-Britannien hingegen gab es staatsfreie Märkte, was die Entstehung einer Marktwirtschaft förderte.

 

 

Voraussetzungen

1769          Erfindung der Dampfmaschine (James Watt)

1807                   Bauernbefreiung in Preußen  (Aufhebung der Heiratsbeschränkungen)

1812                   Gewerbefreiheit (Preußen)

1834                   Gründung des Deutschen Zollvereins

1835                   Erste deutsche Eisenbahn

Daraus folgend: Verbesserung der med. Versorgung, Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion

à Bevölkerungszunahme und Pauperismus (Nahrungslosigkeit, Massenverarmung, Massenverwahrlosung; 60% der Bevölkerung am Rande des Existenzminimums (hauptsächlich 3. Stand))

 

 

 

1. Industrialisierungsphase / Industrielle Revolution (1835-1870)

In Europa waren die Möglichkeiten gegeben: durch Zersplitterung der politischen Landkarte konnte Konkurrenz und Wachstum entstehen, vielgestaltete Landschaft, große Anbaumöglichkeiten, unterschiedliche Bodenschätze, günstiges Klima,

Beginn in England; Deutschland Nachzügler, schnellerer Verlauf

 

1780/1800 bis 1835 „Aufbruch zur Industrialisierung“ in Deutschland

1834    Gründung des ersten Zollvereins (Friedrich List)

1835    Eröffnung der ersten Eisenbahnlinie

Wissenschaft                           à neue Erkenntnisse

Ingenieure, Techniker              à neue Werkzeuge, Maschinen , Materialien ; massenweise Erfindungen Patente

Unternehmen                           à Neuerungen (Kalkulation von Einsatz des Kapitals, Arbeitskräften...)

Produktion wurde gesteigert, sodass die Bauern einen Überschuss zur Ernährung der wachsenden Bevölkerung erwirtschafteten.

Durch das Hauptverkehrsmittel Eisenbahn entstanden neue Verkehrsverbindungen, die nun den verhältnismäßig schnellen Transport von Waren und Rohstoffen ermöglichten. Die Eisennachfrage wurde erhöht: es erfolgte eine Umstellung von der Holzkohle- zur Koksverhüttung. Dies wurde durch die Eisenbahn ermöglicht und deshalb trug sie hauptsächlich zur Industrialisierung bei. Auch die Dampfschifffahrt erlebte einen Aufschwung.

Es entstanden Zollverbände; der größte Teil Deutschland wurde zu einem einheitlichen Zoll- und Handelssystem zusammengefasst.

Durch die neuen Verkehrsmittel Eisenbahn und auch Dampfschifffahrt wurde der Handel ausgeweitet. Es entstanden Handelszentren. Im Spätmittelalter wurden die Handelszentren ausgeweitet sodass sogar nach Übersee Güter transportiert werden konnten. Dies war der ausschlaggebende Punkt zur Entstehung des Bank- und Kreditwesens, da ein Tauschhandel, wie es dort zuvor üblich war, nicht mehr über eine so große Distanz betrieben werden konnte.

Dies alles führte zu einem Wendepunkt in der deutschen Wirtschaftsgeschichte, da nun durch bessere Materialversorgung der gewerbliche Faktor an Bedeutung gewann.

Die Manufakturen wurden durch Fabriken ersetzt, die Produktion durch den technischen Fortschritt verbessert. Außerdem war es durch das Bankwesen möglich, dass die Firmen Kredite für Investitionen aufnehmen.

Durch die vielen Fabrikgründungen erfolgte die sog. „Urbanisierung“ (lat. urbs, Stadt), d.h. Ballungsräume, also Städte entstanden.

Durch die wirtschaftliche Umstellung wurden hauptsächlich in den Städten vermehrt Arbeiter benötigt. Diesen Bedarf konnte man natürlich durch die wachsende Bevölkerung decken. Davon abgesehen erfolgte eine Verbesserung des Lebensstandards, da die Einkommensmöglichkeiten und der Arbeitskräftebedarf nun sehr groß waren.

Das Angebot und die Nachfrage wurde gesteigert und ein Markt ist entstanden.

 

 

2.Industrialisierungsphase / Hochindustrialisierung  (1873-1893)

1873                Gründerkrise (Wirtschaftswachstum rückläufig, nicht kontinuierlich gut)

1883-1889      Sozialgesetzgebung Bismarcks (durch soziale Leistungen wollte er Arbeitern Anreize geben um in Deutschland zu arbeiten; Absicherung/  Krankenversicherung; Unfallversicherung; Altersversicherung)

1894-1900      Elektroboom (jährliche Wachstumsraten 2-3% ; großer Anteil Elektroindustrie- Führungsbranche  (Krupp, Siemens)

 


copyright by Eva D.

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