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Wien - Heldenplatz:

Ernst Jandl

der glanze heldenplatz zirka
versaggerte in maschenhaftem männchenmeere
drunter auch frauen die ans maskelknie
zu heften heftig sich versuchten, hoffensdick
und brüllzten wesentlich.

verwogener stirnscheitelunterschwang
nach nöten nördlich, kechelte
mit zu-nummernder aufs bluten feilzer, stimme
hinsensend sämmertliche eigenwäscher.

pirsch!
döppelte der gottelbock von Sa-Atz zu Sa-Atz
mit hünig sprenkem stimmstummel
balzerig würmelte es im männchensee
und den weibern: ward so pfingstig ums heil
zumahn: wenn ein knie-ender sie hirschelte.

 

 

Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich

In nur sieben Tagen, vom 9. März bis 15. März 1938 vollzog sich das Schicksal der ersten Republik Österreich. Die Einverleibung Österreichs war der erste Griff Hitlers über Deutschlands Grenzen hinaus. Als deutsche Truppen in der Nacht vom 11. auf den 12. März die österreichische Grenze überschritten. Stießen sie auf keinen Widerstand, vielmehr schlug ihnen eine Welle der Begeisterung entgegen. Auf Drängen Hermann Görings hin und dem überschwänglichen Jubel der Bevölkerung begrub Hitler seine Pläne die Österreich eine gewisse Selbstständigkeit gelassen hätte und schloss es gleich an das Deutsche Reich an. Das Ausland sah tatenlos zu. Jugoslawien und Rumänien schickten sogar Glückwunschtelegramme nach Berlin. Einzig und alleine Mexiko legte im Völkerbund Protest ein.

Auf dem Hedenplatz standen mehr als eine Viertelmillionen Menschen und in den Strassen durch die Hitler kommen sollte, warteten noch mal Hunderttausende am 15. März 1938. Um 11 Uhr dann begann Hitler mit seiner Rede zu der jubelnden Masse:

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