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Die Frauen der Französischen Revolution:

-         städtische Unterschicht: revolutionäres Engagement zeigt sich in „Brotaufständen“, da Frauen betroffen waren à verantwortlich für häusliche Wirtschaft, Ernährung der Familie

-         F. waren an der Plünderung von Läden beteiligt, zwangen Bauern ihre Waren günstiger abzugeben, kämpften gegen Wucherpreise und forderten Festlegung von Höchstpreisen  à Ausdruck von Existenznot

-         Hauptnahrungsmittel in Zeiten der Not war Brot, Großteil des Arbeitslohnes wurde für Brot ausgegeben, Brotpreise stiegen

-         neue Organisationsformen:       1. Clubs/Gesellschaften

2.      politische Versammlungen

3.      Veröffentlichung von Broschüren

4.      versuchten Einfluss auf die Politik zu nehmen

-         ab 1790 weibliche Mitglieder in Clubs wie „Schwestern der Verfassung“ „Patriotischer Kreis der Freundinnen der Wahrheit“

à wohltätige Zwecke: Armenfürsorge, Stricken von Kleidungstücken für Soldaten

-         weiblicher Einsatz wurde von den Männern mit Misstrauen beobachtet

à 1793 Verbot aller Frauenclubs

à Rousseau: Es widerspricht der Natur, wenn sich eine Frau die Stellung des Mannes anmaßt und sich nicht um Haus und Familie kümmert

-         politische Forderungen wurden von Frauen aus Mittel-/Oberschicht gestellt, da sie eine gewisse Bildung haben:

1.     Reform der Ehegesetze

2.     politische und rechtliche Gleichbehandlung der Geschlechter

3.     Befreiung aus der Vormundschaft der Väter und Gatten

 

Rechtliche Veränderungen

 

-         Reform des Eherechts, alleinige Verfügung der Ehe wird der Kirche entzogen, stattdessen „Vertrag“

-         Heiratsalter wurde auf 21 Jahre festgelegt à Emanzipation aus der väterlichen Gewalt

à Eheschließungen nahmen zu (bessere Lebensbedingungen, Verheiratet wurden von der Rekrutierung ausgenommen)

àScheidung war möglich (viele Frauen machten davon Gebrauch)

à Frauen durften Finanzen regeln

 

à Code Civil (1804) machte die Neuregelung wieder rückgängig, Männer erlangten das volle Verfügungsrecht zurück!!

 

Charlotte Corday    * 27.8. 1768  † 19.7.1793

 

-         französische Adlige

-         hielt den Revolutionär Jean Paul Marat für den Hauptübeltäter der franz. Revolution, da er das Volk manipulierte und es zu schrecklichen Taten aufhetzte – sie erstach ihn

Begründung: sie habe „einen Menschen getötet um 100000 zu retten“

-         ein Tag nach der Beerdigung  Marats wurde sie in Paris guillotiniert

 

Théroigne de Méricourt    *13.8.1762   † 9.6.1817

 

-         flieht aus dem Elternhaus und führt Wanderleben

-         gründete die patriotische Gesellschaft „Amis de la loi“

-         nahm aktiv, in Männerkleidern und bewaffnet, an den Pariser Aufständen teil

-         fordert die Gleichstellung der Frauen

-         wird 1794 inhaftiert, verliert den Verstand

-         bis zu ihrem Tod bleibt sie geistig umnachtet

 

Marie Olympe de Gouges     * 7.5.1748   † 3.11.1793

 

-         Tochter einfacher Eltern

-         geht im Alter von 17 Jahren Ehe mit Geschäftsmann Aubry ein

-         kommt 1770 nach Paris und findet Anschluss in besseren Kreisen

-         ist der Orthografie nur beschränkt mächtig, da sie okzitanisch spricht

-         gründet 1791 den „Cercle social“  à „Die Frau hat das Recht das Schafott zu besteigen. Sie muss gelichermaßen das Recht besitzen, die Rednertribüne zu besteigen“

-         verfasst die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ und fordert:

1.     bürgerliche und politische Gleichberechtigung der Frau

2.     Wahlrecht

3.     freien Zugang zu öffentlichen Ämtern und Militärdienst

-         wird 1793 als Konterrevolutionärin verhaftet und zum Tode verurteilt

-         versucht der Guillotine zu entgehen, indem sie eine Schwangerschaft vorgibt, doch der Versuch scheitert


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