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Die
Biomembranen:
1925 hat es erste Untersuchungen zu
Biomembranen gegeben und wurden von Gorter und Grendel
durchgeführt. Eine Membran ist etwa 5-10 nm dünn. Die Zellen
und somit auch die Zellmembranen sind bei Menschen und Tieren
genauso aufgebaut wie bei Pflanzen. Die Untersuchungen haben
gezeigt, dass das Plasma (flüssiger Teil des Blutes) durch eine
Cytoplasmamembran nach außen zur Zelle abgegrenzt ist.
Die Cytoplasmamembran geht über Plasmabrücken, welche zwischen
den Zellen sind, in die Membran der Nachbarzellen über.
Die sich in der Zelle befinden, mit Zellsaft gefüllten Vakuolen
sind ebenfalls von einer Membran umgeben. So ist eine Trennung
zwischen Plasma und Vakuoleninhalt vorhanden. In der Zelle
befinden sich Zellorganellen wie der Zellkern, die
Mitrochondrien, die Plastiden und die Dictyasomen, welche
ebenfalls von einer Membranschicht umgeben sind. Das ausgedehnte
Membransystem durchzieht das ganze Cytoplasma.
Die Zellräume innerhalb einer Zelle, die von den Membranen
abgegrenzt sind, nennt man Kompartimente. So wird eine Zelle in
zahlreiche getrennte Reaktionsräume aufgeteilt
(Kompartimentierung).
Ein Membran besteht zu 60-90% aus Trockenmasse (des Plasmas).
Aufgabe des Biomembrans: Die Aufgabe des Biomembrans besteht
darin, dass es die Zelle nach außen zu schützen und ein
unkontrolliertes Ein- und Austreten zu verhindern hat. Membranen
müssen sowohl als Barriere arbeiten, wie auch als Durchlass für
benötigte Stoffe der Zelle.
Damit sind sie semipermeabel, das heißt, dass kleinere Moleküle
wie z.B. Wasser durchgelassen und größere Moleküle abgehalten
werden. Dieses Prinzip gilt jedoch nicht immer: Die Membranen
sind in der Lage, Stoffe aus einer Vielzahl von anderen Stoffen
auszuwählen und zu entscheiden, ob sie diese hinein/
hinauslassen oder nicht. Dies nennt man selektiv permeabel. Diese
Funktion verleiht dem Membran eine gewisse Stabilität.
Der Aufbau eines Membranes: Biomembranen bestehen zum größten
Teil aus den Bauelementen Lipide (Fettähnliche Substanz),
Proteinen (Eiweißkörper) und zu einem geringen Teil aus
Kohlenhydraten. Membranlipide: Das Phospholipid ist das
wichtigste Lipid im Membran. Die häufigste Unterart des
Phospholipids ist das Lecithin. An einem Glycerinmolekül sind an
der einen Seite zwei Fettsäuren mit langen
Kohlenwasserstoffketten (Palmitin-und Ölsäure) angekoppelt und
auf der anderen Seite befindet sich der Phosphorylcholin, welcher
ebenfalls mit dem Glycerin verbunden ist. Den Fettsäurenanteil
nennt man hydrophobes Molekülteil und der Phosphorylcholinanteil
wird als hydrophiles Molekülteil bezeichnet.
Diese Verbindung ist ein Lipid und damit eines der wichtigsten
Bausteine des Membrans. Alle Lipide sind in Wasser unlöslich, in
organischen Lösungsmitteln lösen sie sich dagegen gut. Dieses
Molekül ist bipolar (zweipolig) wegen seinem chemischen Bau.
Aufgrund der Unlösligkeit bilden sie im Wasser geordnete
Molekülverbände. Biomembranbildung: Tritt ein Lipidtröpfchen
in Kontakt mit Wasser, so bildet sich auf der Wasseroberfläche
eine Fettschicht, bestehend aus einer Moleküllage.
Die hydrophilen Molekülteile ragen ins Wasser, während die
hydrophoben Molekülteile aus dem Wasser herausragen. Wird das
Wasser kurz geschüttelt, entstehen unter Wasser kleine
Fetttröpfchen, welche Micellen genannt werden. Auch hier sind
die hydophilen Molekülteile dem Wasser zugewandt, die
hydrophoben hingegen zeigen nach innen und bilden so eine Kugel.
Je nach Bedingung bilden sich Lamellen oder sphärische Vesikel.
Das Vesikel stellt das Grundmodell einer Biomembran dar. Die
Proteine sind auf der Lipiddoppelschicht aufgelagert (periphere
Proteine).Die Kohlenhydrate haben nur einen 10%igen Mengenanteil
in einer Membran. Sie befinden sich fast nur auf der Außenseite
der Zelle und sind dort entweder an Lipide oder Proteine
gebunden.
Nach den Untersuchungen, welche S. J. Singer und G. L. Nicolsen
durchführten, entdeckten sie, dass Blutgruppenantigene der
Erytrozyten sich nur auf der Zellaußenseite befinden. Nach
weiteren Beobachtungen stellten sie ein neues Membranmodell auf.
Nach diesem Modell befinden sich die Proteine nicht nur
aufgelagert auf den Lipiden, sondern sie sind auch eingelagert
oder ziehen sich ganz durch die Lipiddoppelschicht hindurch und
haben in diesem Fall, wenn sie an beiden Seiten herausragen eine
Porenbildung.
Biomembranen haben bei Körpertemperatur keine feste Struktur.
Die Proteine schwimmen sozusagen in der flüssigen, kristallinen
Lipidschicht. Dieses Modell nennt man Flüssig-Mosaik-Modell.
copyright by Florian
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