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Biographien deutschsprachiger
LiteratenInnen:


 

 

A:  

HC Artmann (1921-2000):

eingezogen in die dt. Wehrmacht – in amerikanischer Kriegsgefangenschaft,

bei ihm steht das Experimentelle im Mittelpunkt seines Werkes. Artmann gilt als Hauptfigur der "Wiener Gruppe". 1972 nach Salzburg. Bekannt durch "Med ana schwoazzn dintn" – Dialekt wurde literarisch salonfähig.

"Mein Herz"

"Es gibt guade und bese geatna"

 
   
B:  

Ingeborg Bachmann (1926-1973):

Kärtnerin, Dr. der Philosophie, ungeklärter Feuertod in Rom;

Lyrik in erster Linie vor 1956, danach Prosa;

Nebelland:

I.B. Lyrik ist zum Teil von einer magisch wirkenden Naturmetaphorik getragen, deren Metaphern nur zum Teil auflösbar sind.

Hermethische (rätselhaft) Struktur, Chiffren schwer auflösbar;

Thema: Liebe;

 


Heinrich Böll (1917-1985):

Geb. 1917 in Köln, studierte Germanistik, 1972 Literaturnobelpreis, Literatur stark biografisch geprägt, erlebte als Kind das Nazi-Regime, unterstützte öffentlich mehrer Bürgerbewegungen,;

Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Erählung): Bild-Artikel über RAF. Böll nimmt Stellung und wird von der Bild-Zeitung beschimpft und mit diesen Gruppen in Verbindung gebracht. Dieses Werk gilt als die literarische Rache des Heinrich Böll.

Polizeiprotokolle, Zeitungsausschnitte, Tagebuchaufzeichnungen, .....immer wieder Erzählkommentare, auktoriale Erzählform;

Ansichten eines Clowns (Roman, 1963): Clown Hans Schnier ist körperlich, seelisch u. finanziell am Ende – Zusammenbruch auf der Bühne – flüchtet in seine Wohnung u. versucht mit seinen Bekannten Kontakt aufzunehmen – umfassende Abrechnung mit der Umwelt – er wird sich bewusst dass er in der Gosse landen muss – Prototyp der Erfolgreichen ist seine Mutter die ihre eigene Tochter in den Kampf gegen jüdische Yankees und damit in den Tod schickt obwohl sie gleichzeitig Präsidentin des "Zentralkommitees der Ges. zur Versöhnung rassischer Gegensätze" ist – Marie verlässt ihn – will einflussreichen Katholiken heiraten – Anlass der Trennung war Weigerung Schniers schriftlich die kath. Erziehung ihrer zukünftigen Kinder zu garantieren – Schnier lässt sich inmitten des Karnevaltreibens als Bettler verkleidet auf der Bahnhofstreppe nieder in der Erwartung die Rückkehr der beiden von der Hochzeitsreise zu begegnen.

Typische Themen Bölls: Kritik am Kriegsgeschehen, Kritik an der Nachkriegszeit (vergessen), Kritik am Katholizismus, Hauptperson als Außenseiter;

Böll wird als gewissen der Nation bezeichnet;

 


Bertold Brecht (1898-1956):

Sohn eines Augsburger Papierfabrikanten, Studiert Philosophie u. Medizin nicht ernsthaft,

führt ein unbürgerliches Leben als Kabarettist, Kritiker, Dichter, 1933 Emmigration nach Skandinavien, dann USA, 1948 Rückkehr nach Ostberlin, gründet Berliner-Brecht-Ensemble,

1956 Tod durch Herzinfarkt;

Mutter Courage und ihre Kinder (episches Theater): Handlung historisch 1624-1641 in Schweden, Polen, Sachsen, Bayern; Fierling versucht die Kinder vom Krieg herauszuhalten, daran aber zu verdienen. Am Ende sind Kinder tot, sie hat nichts gelernt, und zieht mit ihrem Wagen allein weiter;

Verfremdungstechnik-Songs

 


Georg Büchner (Woyzeck):

offenes Drama (Fragment – nicht fertiggestellt!)

Geb. 1813 Hessen – verst.1837 Zürich, Ältestes von 5 Kindern, studiert Medizin, gründet "Gesellschaft der Menschenrechte" gegen polit. Nationalismus, Flugblatt "Der Hessische Landbote" – ruft damit zur Revolution auf, wird steckbrieflich gesucht, Flucht, in Zürich Doktorwürde.

 
   
C:  

Paul Celan (1920-1970):

Geb. 1920 Bukowina als Paul Ancel als Sohn deutschsprachiger Juden. Eltern kommen im KZ um. Er lebt nach dem Krieg in Wien u. Bukarest, danach in Paris. 1970 Freitod.

Paul Celans Lyrik ist geprägt von seinen persönlichen Erfahrungen während des Nationalsozialismus.

Chiffren kaum zu entziffern. Dunkle Metaphorik.

Todesfuge – Thema: Vernichtung der Juden in den KZ.

 
   
D:  

Alfred Döblin (1878-1957):

Sohn ei. jüd. Kaufmanns, studierte Medizin, bis 1933 Arzt und Schriftsteller in Berlin, 1933 nach Frankreich, später USA, 1945 Rückkehr nach Deutschland;

Berlin Alexanderplatz (Großstadtroman): Montagetechnik – verschiedene Materialen fließen ein z.B. Statistiken, Schlagertexte, Bibelverse Vor- u. Rückblenden uvm.;

Biberkopf tötet im Affekt seine Freundin – will nach Gefängnis als Straßenhändler Fuß fassen – gerät ins Verbrechermilieu – soll als Mitwisser umgebracht werden und verliert dabei einen Arm – Biberkopf wird Zuhälter – Psychopat ermordet seine Geliebte – als mutmaßlicher Täter wird B. wieder verhaftet – bricht zusammen u. kommt ins Irrenhaus – Täter wird entlarvt – Biberkopf erfährt innere Wandlung u. erhält eine Arbeitsstelle;

Prolog bietet am Anfang Inhaltsangabe, Franz Bieberkopf – ein aus der Haft entlassener der anständig werden will, sein Lebensplan wird durch Schicksalsschläge gestört, Bieberkopf steht zum Schluss wieder am Alexanderplatz – ramponiert – aber doch zurechtgebogen;

 


Friedrich Dürrenmatt (1921-1990):

stammt aus protestantischen Pfarrhaus, Mutter bringt ihm die Religion näher, der Vater erzählt ihm griechische Sagen, der Volksschullehrer weckt in ihm das Interesse an die Astrologie, nach Jahren der Selbstsuche beginnt er Malerei, später dann Schriftsteller;

Der Besuch der alten Dame (Enthüllungsdrama):

Tragische Komödie in 3 Akten, Uraufführung in Zürich 1954

Frau kehrt als Milliardärin in ihre Heimatstadt zurück, das sie einst wegen der verleugneten Vaterschaft ihres ehemaligen Geliebten verlassen musste. Sie, die zur Hure geworden ist, will nun die Welt zum Bordell machen. Sie will Gerechtigkeit für das Leid, das ihr angetan wurde und bietet eine Milliarde für den Kopf ihres ehemaligen Geliebten. Zuerst lehnen die Bürger ab, doch die Hoffnung auf Geld und wirtschaftlichen Aufschwung korrumpiert schließlich alle Bewohner des Stadt. Sie willigen ein. Der ehemalige Geliebt wird unter dem Anschein der Gerechtigkeit, in Wirklichkeit jedoch aus Habgier von der Masse ermordet.

Thema: Käuflichkeit der Moral;

 
   
F:  

Erich Fried (1921-1988):

jüd. Abstammung, Verwandte auch im KZ ermordet, seine Lyrik radikal polit. Engagement (Studentenbewegung 1968), klare präzise Sprache;

 


Max Frisch (1911-1991):

Andorra: Kleinstaat Andorra hat die im Krieg fliehenden Juden das Asyl verweigert. Der junge Andri wird fälschlicherweise für einen Juden gehalten. So bekommt er ständig die Vorurteile der Andorraner über angebliche Eigenschaften seiner "jüdischen" Volksgruppe zu spüren. Schließlich nimmt Andri die Eigenschaften als Jude an, sogar dann, als er von seiner andorranischen Herkunft erfährt. Bei der Invasion der Schwarzen (antisemitisches Regime) wird er im Verlauf einer "Judenschau" umgebracht.

Thema: Identitätssuche, Vorurteile der Menschen, Beziehung zwischen Menschen;

 
   
G:  

Günter Grass (1927):

Geb. 1927 in Danzing, kleinbürgerlich;

Die Blechtrommel (Roman, 1959): Oskar Matzerath, der als 3-jähriger das Wachstum aus Protest gegen die Welt der Erwachsenen einstellt. Zur Durchsetzung seiner Wünsche dienen ihm seine Blechtrommel und seine schneidend hohe Stimme. Obwohl er körperlich ein Kind ist, ist er den Erwachsenen geistig überlegen. Nach Ende des Krieges beginnt Oskar wieder zu wachsen, also politisch.

Es wird die Machtübernahme des NS-Regimes in Danzig gezeigt.

Der Roman ist stark von autobiographischen Elementen durchsetzt.

Grass zeigt nur auf, er dämonisiert nicht das NS-Regime.

 
   
H:  

Wolf Haas:

Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm begoren.

Ab 1970 besuchte er das Gymnasium Borromäum in Salzburg.

1978 machte er Matura und begann sein Philosophiestudium an der Universität Salzburg. Nach zwei Jahren wechselte er die Studienrichtung auf Germanistik und Sprachwissenschaft.

Von 1990 bis 1992 unterrichtete Wolf Haas an einem College in Wales. In dieser Zeit schrieb er das Buch „Auferstehung der Toten“.

Anschließend zog Wolf Haas nach Wien und arbeitete als Werbetexter. Seine bekanntesten Sätze waren zum Beispiel „Lichtfahrer sind sichtbarer“ oder „ A Mazda müsst ma sein“.

Später arbeitete Wolf Haas für Ö3. Er schrieb Texte für „Peter und Peter“. Er kündigte und begann sich seiner Autorenkarriere zu widmen.

1997 erschien sein zweites Buch „Der Knochenmann“.

Ein Jahr später schrieb er seinen dritten Roman „Silentium“.

1999 veröffentlichte Wolf Haas seinen vierten Krimi „Komm süßer Tod“ und das Buch „Ausgebremst“.

2001 erschien der fünfte Brennerkrimi „Wie die Tiere“.

2003 veröffentlichte er den sechsten und bisher letzten Brennerroman „Das ewige Leben"

 


Erich Hackl (1954):

Geb. in Steyr, studierte Germanistik in Sbg., Lektor in Madrid, viele Reisen, Schriftsteller in Wien, viele Auszeichnungen, kühl protokollarische Sprache – authentische Fälle werden recherchiert und nüchtern beschrieben,

Abschied von Sidonie: Zigeunermädchen Sidonie in Steyr ausgesetzt, Fam. Breirather aufgenommen, Vorwand Familienzusammenführung weggenommen, kommt mit leiblicher Mutter ins KZ, stirbt dort an Typhus (u. Trennungsschmerz);

Autor zeigt den vorauseilenden Gehorsam u. Feigheit in der Zeit des NS auf.

Alle Institutionen versagen, menschenverachtende Ideologie wird umgesetzt.

 


Gerhart Hauptmann (1862-1946):

Sohn eines Gasthausbesitzers, Bildhauerei scheiterte, verh., lebt in Berlin, Einfluss durch Naturalisten Tolstoi und Tostojewskij,;

Bahnwärter Thiel – novellistische Studie (wissenschaftl. Studie am Objekt Thiel), (1888): verh.-Sohn Tobias-Frau stirbt-wieder verh.-Frau misshandelt Tobias-Frau bekommt Kind-Thiel nimmt beide mit zum Ackerbau-Tobias wird von Zug erfasst-Thiel ohnmächtig-tötet Frau und Kind;

Naturalsimus: Milieu bestimmt (beeinflusst) die Menschen, negative Sichtweise, Ausweglosigkeit.

 


Hermann Hesse (1877-1962):

Nobelpreis für Literatur, Kultbuch Steppenwolf (1927), es entstand in einer schweren seelischen Krise des damals 50-jährigen Autors;

Steppenwolf (Roman): Harry Haller ist Mieter in gepflegten bürgerlichen Haus, kritisiert als Schriftsteller die bürgerlichen Denk- u. Lebensformen, sucht Ausweg aus der Lebenskrise, ist identitätsgestört, zwei Hälften: menschliche-wölfische = Dualismus Triebhaftigkeit / Geistigkeit, Mensch u. Wolf leben nicht nebeneinander – sonder gegeneinander (todfeind),

wenn Harry schönen Gedanken hatte bleckte der Wolf ihm die Zähne;

 


Georg Heym (1887-1912):

gegen Großstadt, gegen Maschinenzeitalter,

Der Gott der Stadt: Großstadt, Fabriken, Menschenmassen, Geld;

 


Ödön von Horvath (1901-1938):

Geb. 1901 in Rijeka, Sohn eines österr.-ungarischen Diplomaten, hatte keine eigentliche Heimat, Matura in Wien, 1938 Emigration in die Schweiz, dann in Paris verstorben (herabstürzender Ast)

Jugend ohne Gott (Roman): Erziehungsarbeit in erster Linie auf die Heranzüchtung kerngesunder Körper – und moralisch zum Krieg. Rassissmus, Egoismus, Nationalismus; Lehrer: Neger sind auch Menschen.; Zeltlager – Räuberbande – Zigeunerin mit Z. – Lehrer bricht Kassette mit Tagebuch auf – Verdächtigungen – Mord –

Lehrer gesteht vor Gericht;

Lehrer sucht Gott und findet ihn bei der Wahrtheit im Gericht;

Der Roman ist in Normalsprache geschrieben. Zum Teil kommen veraltete Ausdrucksformen vor. Im Text kommen innere Monologe und Zwiegespräche in Form von direkten Reden vor.

Geschichten aus dem Wiener Wald: Volksstück in 3 Akten, Thema: Die Frau als Opfer der bürgerlichen Gesellschaft, keiner erkennt seine eigene Schuld, keiner lernt etwas aus der Tragodie, Scheinmoral der Kleinbürger feiert fröhlichen Urstand.

Sprache: Mileau, Wortmaterial: franz., deutsch, lateinisch, umgangssprachliche Zitate und Wörter; Es soll damit ausgedrückt werden, dass in dieser Zeit Fremdwörter, auch in Mundart-Verbindungen, oft dazu verwendet wurden, um vornehm und gebildet zu wirken.

 
   
J:  

Ernst Jandl (1925-2000):

Geb. in Wien, Gymnasiallehrer, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der konkreten Poesie;

Experimentelle Texte (Begeisterung oder Ablehnung),

Konkrete Poesie lehnt die traditionelle Form der Lyrik ab, für sie wird die Sprache zum Material, das bearbeitet, zerstückelt, verfremdet wird bzw. die Anordnung der Buchstaben neuen Sinngehalt bekommt (visuelle Lyrik) oder beim lauten Lesen eine spezielle Interpretation ermöglicht (Lautgedicht);

Sprachliche Merkmale: Vokalhäufung, Vokalrundung, Konsonantenverwechslung,

Sprachmischung;

"schtzngrmmm": Lautgedicht

"Bibliothek": konkrete Poesie – Spiel mit der Sprache

"Wien:Heldenplatz": literarische Abrechnung mit der Massenveranstaltung (Rede Hitlers).

 
   
K:  

Gottfried Keller:

1819-1890

Vater früh gestorben, Armenschule, zuerst Malerei dann Schriftsteller,

Staatsschreiber in Zürich;

Kleider machen Leute: Schein und Sein (Äußerlichkeit)

Romeo und Julia auf dem Dorfe: Kinder haben durch die Schuld ihrer Eltern ihren Platz in der Gesellschaft verloren, wollen weder aufeinander verzichten, noch die gesellschaftlichen Normen verletzen und wählen daher den Freitod; (Stoff - Zeitungsnotiz).

 
   
L:  

Else Lasker-Schüler (1869-1945):

Geb. 1869 in Wuppertal, 1. verheiratet-geschieden, heiratet Walden-Mitgründerin des Sturm, baut sich Lebenslegende auf in der sie als Mann existiert, wieder Trennung, sehr schwierige finanzielle Lage, 1933 Flucht nach Schweiz, stirbt in Jerusalem;

Ein alter Tibettepich

(gilt als eines der schönsten Liebesgedichte der deutschen Literatur).

 
   
M:  

Thomas Mann (1875-1955):

stammt aus gutbürgerlicher, wohlhabender Familie, frühe Erfolge als Schriftsteller, heiratet in eine reiche Bürgersfamilie, er sieht sich als Bildungsbürger – als Vertreter einer europ. humanistischen Kultur, wendet sich gegen alle Strömungen die die Freiheit des Geistes gefährden, Politik und Kunst sind unvereinbar; ist deswegen in Streit mit seinem Bruder Heinrich – bis später beide gegen den Faschismus auftreten, 1933 in die Schweiz, er ändert Einstellung und ist für offizielle politische Stellungnahme, 1944 USA, von dort gegen NS;

Leitthema: Gegensatz zw. Bürgertum und Künstlertum

Der Tot in Venedig: Schriftsteller Aschenbach trifft fremden Wanderer, es zieht ihn ebenfalls in die Ferne, über einen Umweg gelangt er nach Venedig, dort trifft er Tadzio, seine geplante Abreise misslingt, er ist begeistert vom Jüngling und dessen Schönheit, er dichtet in seiner Gegenwart und gesteht im schließlich seine Liebe, Aschenbach bemerkt ein Geheimnis in der Stadt Venedig, ein Straßenmusikant tritt auf, Cholera in Venedig, er bleibt trotzdem wegen Tadzio, schließlich stirbt er an Cholera;

Heinrich Mann übt scharfe Kritik an der Politik;

 
   
S:  

Arthur Schnitzler (1862-1831):

Jude, Arzt, später nur mehr Schriftsteller, enger Freund von Siegmund Freud, Problem mit Frauen, geschieden,

Die Beziehungen zw. Mann und Frau sind immer wieder ein Hauptthema in seinen Werken wie Sex, Prostitution, Todesfurcht, Wahrheit u. Lüge;

Der Reigen (10 Dialoge): 1900 verschenkt er 200 Exemplare, 1903 40.000 verkauft, 1920 Uraufführung in Berlin – Schauspieler vor Gericht;

10 Paare Geschlechtsakt, Thematik: Im Moment der körperlichen Vereinigung wird die Frau vom Mann, die sozial Schwächere vom Reicheren, der Erfolglose von der Erfolgreicheren ausgenutzt und benutzt. Doppelmoral: Mann hat Recht auf sexuelle Abenteuer und Erfahrungen, die Frau muss darauf verzichten.

Beginnend in der asozialen Schicht der Dirne hinaufsteigend bis zum Grafen durch alle Gesellschaftsschichten;

 


Adalbert Stifter (Brigitta):

Novelle

Grundproblem: Wie kann ein Mensch neben dem anderen seine menschliche Bahn gehen?

Geb. 1805 Böhmen – verst. 1868, Studium nicht abgeschlossen, Lehrer in Wien u. Linz, Krebs, Selbstmord;

 


Patrick Süskind (1949):

Vater bekannt mit Thomas Mann, Redakteur bei Zeitungen, studierte Geschichte, Gelegenheitsjobs, Das Parfum = Best- u. Longseller, meidet öffentliche Auftritte;

Das Parfum (Roman): Grenouille lebt wie ein Tier, ist auch so zäh, wird ausgenutzt, später nützt er die Menschen aus um an sein Ziel zu gelangen,

auktoriale Erzählung, verbale Umsetzung von Gerüchen;

 
   
T:  

Georg Trakl (1887-1914):

Geb. 1887 in Sbg., zu Vater gute Beziehung, Mutter drogenabhängig, besonderes Verhältnis zu Schwester Grete, beide werden auch drogenabhängig, keine Mutterliebe – daher suchend im Milieu, Pharmaziestudium, Alkoholiker, 1914 als Sanitäter nach Galizien, Schlacht um Grodek, Nervenzusammenbruch, Selbstmordversuch, stirbt an Überdosis Kokain;

 
   
Z:  

Carl Zuckmayer (1896-1977):

Einer der erfolgreichsten Dramatiker der Zwischenkriegszeit und der ersten Jahre nach dem

2. WK. Er verließ nach dem Anschluss Ö. an D. seinen Heimatort Henndorf u. emmigrierte in die Schweiz, dann nach Amerika;

Des Teufels General (bis 1950 meistgespielte Theaterstück):

Harras begeisteter Flieger, ist grundsätzlich gegen NS-Regime (hilft Juden zur Flucht) – dient jedoch dem System da seine größte Leidenschaft das Fliegen ist (Karriere), Harras muss Flugzeugabstürze untersuchen – Freund ist Saboteur – Harras verspricht Verschwiegenheit – beide steigen in Flugzeug und stürzen ab;

Drama der geschlossenen Form (aristotelisch), Identifikation;

 


Stefan Zweig (1881-1942):

Jude, großbürgerlich, Philosophiestudium, lebte auch in Salzburg, 1934 Emigration, viele Reisen, Selbstmord mit seiner Frau;

Angst (Novelle): auktoriale (allwissende) Erzählform, einsträngig;

 
   
   



Bitte schickt mir keine e-mail Anfragen wg. Referate die ich für Euch machen soll!
Ich müsste täglich mehrere Referate machen - das müßt ihr schon selbst schaffen.
Bitte um Verständis!