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Tendenzen der Gegenwartsliteratur seit 1985
mit Berücksichtigung der Postmoderne:


Die historische Situation

geprägt durch den Untergang der kommunistischen Ideologie in den Ländern Osteuropas unter Einschluss der UdSSR.

1989 fällt der eiserne Vorhang zwischen kommunistischen und nicht-kommunistischen Ländern.

1990 Wiedervereinigung DDR und BRD.

Wirtschaftliche Erstarkung kapitalistischer Wirtschaftsformen, Zusammenschlüsse von Konzernen, "new economy" (hohe Lohnkosten, Umweltauflagen), dass gewisse Produktionszweige aus den westlichen Ländern in sogenannte Billigländer ausgelagert werden, um günstiger produzieren zu können; Medizin - Klonen

Technisch geprägt durch die Informationstechnologie (Handy, e-mail, Internet usw.),

EU-Erweiterung, gemeinsame Währung; Europa als 3. Wirtschaftskraft

2002 tritt der EURO als gemeinsame Währung in der EU in Kraft

Die Entstehung des Begriffes "Postmoderne"

Erstmals wurde der Begriff "Postmoderne" in der amerikanischen Literaturdebatte im negativen Sinn verwendet (1959) von Levin und Howe, um Abflachen der Moderne zu kennzeichnen à Diese Negativdiagnose war nicht als Anklage, sondern als Feststellung gemeint,

nach dem Schema: Aufbruch der Moderne, Nivellierung

"Close the gap and cross the Border"

(= Schließ die Lücke, überquer die Grenze):

1966 positive Bewertung der postmoderne Literatur durch

Susan Sontag und Leslie Fiedler:

für die das entscheidende Merkmal postmoderner Literatur:

Grenzüberschreitung zw. hoher und Massenkultur, zw. Realem u. Fiktiven, zw. Phantasie u. Wunder, zw. Künstler u. Publikum (Taxi Orange !!!)

Nach Europa kam die Diskussion über die Postmoderne durch die Architektur;

Die Philosophie der Postmoderne

Jean Francois Lyotard: Kritische Postmoderne

vertritt die Position eines Postmodernismus als Resistance

Postmoderne ist keine neue Epoche, sondern redigiert und korrigiert die Positionen der Moderne, besonders deren Anmaßung. "die ganze Menschheit durch Wissenschaft und Technik zu emanzipieren"

Lyotard fordert eine "radikale Pluralität der Sprachspiele, Lebensweisen, Handlungsformen"

Jean Baudrillard (Posthistoire) "Postmoderne der Reaktion"

Bezieht als Diagnostiker der Postmoderne die Gegenposition zu Lyotard.

Seiner Ansicht nach heben sich in der

Postmoderne alle Polaritäten und Oppositionen auf

z.B. die des Realen und Imaginären

Unterschied zw. Real- und Medienvollzug à äußerlich noch wahrnehmbar

innerlich verschwunden

Gehlen geht 1963 davon aus: keine Innovation sind mehr zu erwarten, alles durchgespielt, Industrie braucht keine neuen Konzepte.

Merkmale und Beispiele der postmodernen Literatur

Die Literatur der Postmoderne ist weniger angestrengt und ambitiös, weniger ideologisch und entscheiden, weniger stillrein und hochkulturell.

Sie repräsentiert eher das Spielerische, das Autobiographische, das Geschichtliche, schließlich die Vielfalt der Stile und Meinungen;

Parodistische, das Collage- und Zitathafte, Mischung Hoch- und Alltagskultur

Patrick Süskinds (1949)

"Das Parfum" zeigt ebenso eine Vielzahl postmoderner Kennzeichen. Von einer Doppelcodierung des Textes kann durchaus gesprochen werden, da die eher auf Massenliteratur ausgerichtete Grenoille-Story auch Philosophisches transportiert (Erfahrungen Grenouilles am Plomb du canal). Postmodern ist sicherlich das im 18. Jahrhundert spielende Geschehen, die einfache, aber ästhetische Sprache und die (von uns zu wenig untersuchten) intertextuellen Bezüge des Werkes. Dass die Welt von Grenouille nicht so sehr verstandesmäßig, sondern rein sinnlich durch das Geruchsorgan Nase erfahren wird, macht sicherlich den größten Reiz dieses Werkes auf.

Christoph Ransmayr (1954)

Die Schrecken des Eises und der Finsternis

Intertextualität, Nachempfinden der Payer-Weyprecht-Expedition, Zitate aus den Tagebüchern der Expeditionsteilnehmer, gegenüber: Ich-Erzähler macht sich auf die Spuren der Expedition, Wechselspiel der beiden Ebenen, sinnliche Wahrnehmung nur mehr Kälte und Dunkelheit Polarnacht

Die letzte Welt

Römer Cotta sucht verbannten Dichter Naso und wird selber Teil der Metamorphosen, mehrere Zeitebenen, doppelt strukturiert (Cotta, Metamorphosen), schöne Sprachbilder,

negative Grundaussage des Werkes: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf!

Robert Schneider (1961): Schlafes Bruder

Merkmale:

 

Matrix: Beispiele/Merkmale

Merkmale bei "Das Parfum" von Patrick Süskind:

 

Umberto Eco: Der Name der Rose

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